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Kästen, Kisten, Kübel: über geeignete Pflanzgefäße.

Wenn man keinen Garten hat und seine Pflanzen nicht einfach in die Erde setzen kann, braucht man geeignete Gefäße. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt – hauptsache es handelt sich um Irgendetwas, dass man mit Erde befüllen kann.

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Kompostieren ohne Garten – der Regenwurmkomposter

In der Stadt in der ich lebe, gibt es skandalöser Weise keine Biotonne! Das heißt wertvolle Pflanzen- und Gemüseabfälle landen einfach im Restmüll. Ich halte das für eine riesen Verschwendung und habe mir deshalb vor ca. einem Jahr einen Regenwurmkomposter zugelegt. In diesem kann man auch ohne Garten seine Gemüseabfälle zu eigenem Kompost verarbeiten. Das hat zum einen den Vorteil, dass Lebensmittelabfälle nicht in der Tonne landen und zum anderen erspart man sich das Kaufen und transportieren von teurem, in Plastik verpackten Kompost aus dem Baumarkt.

Regenwurmkomposter
Worm Cafe von Tumbleweed

Ich habe mich damals für das Worm Cafe von tumbleweed entschieden. Das Teil besteht aus:

  • einem Sammelbehälter auf vier Beinen mit Zapfhahn
  • drei stapelbaren Arbeitsaufsätzen und
  • einem Deckel mit Belüftungs-löchern.
  • Außerdem wird ein Kokosfaserblock als Startsubstrat für die Würmer mitgeliefert.

Die Würmer müssen extra bestellt werden. Am besten startet man mit einem Eimer Kompostwürmer a 1.000 Stück.

Das Kokossubstrat lässt man in Wasser aufquellen, sodass es nicht zu nass ist (Feuchte eines ausgedrückten Schwammes) und füllt es in den ersten Arbeitsaufsatz. Dann kommen die Würmer dazu. Am besten deckt man das ganze mit einer feuchten Pappe ab, um die Würmer vor Austrocknung und Licht zu schützen

Nun können Küchenabfälle, wie Gemüseschalen auf das Substrat gegeben werden. Die Würmer fressen die Reststoffe und wandeln das organische Material in perfekten Pflanzendünger um, der reich an Mineralien, Spurenelemeten und Mikroorganismen ist. Der so entstehende Wurmhumus ist natürlicher Dünger und ideal zur Verbesserung des Bodens geeignet. Zusätzlich kann man die, über den Zapfhahn entnehmbare, Flüssigkeit als Flüssigdünger verwenden.

Der unterste Behälter wird nun nach und nach mit Küchenabfällen befüllt. Sobald er voll ist, kann der zweite Behälter aufgesetzt und mit Essensresten befüllt werden. Die Würmer wandern dann automatisch nach oben in die zweite Etage. Auch die zweite Ebene wird koninuierlich befüllt, bis auch dieser Behälter voll ist und der dritte Arbeitsaufsatz darauf positioniert werden kann. Spätestens wenn die dritte Etage vollständig von den Würmern besiedelt wurde, kann der unterste Arbeitsaufsatz samt Inhalt enommen und der darin enthaltene Wurmhumus verwendet werden. Das sollte nach ca. 6 Monaten der Fall sein. Der entleerte Behälter kann dann wieder oben aufgesetzt werden und so weiter…

Da es vor allem beim Gemüseanbau in Kübeln eine Herausforderung ist die Erde fruchtbar zu halten, kann der Wurmkompost einen wichtigen Beitrag für einen gesunden Boden leisten.

Was und Wieviel die Würmer fressen

Unter guten Bedingungen verarbeiten die Würme 250 – 500g Küchenabfälle am Tag und können so die organischen Reste eines zwei bis vier Personen-Haushalts verwerten. Die Verwertungsleistung steigt mit der Zeit, da sich die Würmer an ihre neue Umgebung gewöhnen und vermehren. Die Würmer sollten immer dicht unter der Oberfläche arbeiten, wenn sie das nicht tun, befindet sich zu viel Material im Komposter und man sollte eine Fütterungspause einlegen.

Für die Verdauung benötigen die Würmer 20 – 30% Faserstoffe, also Pappe und Papier. Deshalb sollte man neben Gemüseabfällen auch zerrissene Eierkartons, Zeitungen und Ähnliches mit hinzugeben (keine Hochglanzbroschüren).

Wurmfutter

Auch Würmer mögen abwechslungsreiche Kost und nehmen vielfältige Abfallarten dankend an. Schalen von Zitrusfrüchten und Zwiebeln sollten nur in kleinen Dosen kompostiert werden, weil sie von den Würmern gemieden werden. Für die Säureregulierung ist es außerdem sinnvoll regelmäßig zerkleinerte Eierschalen hinzuzufügen. Je kleiner die Stückchen, desto besser können die Würme das Futter verarbeiten.

Als Futter eignen sich Gemüse- und Obstschalen, Teebeutel, Kaffeesatz, der Inhalt des Staubsaugerbeutels, Baumwolle, Haare, Zeitungen, Pappe, Eierschalen, Sägespäne, ….

Bitte keine tierischen Produkte, wie Käse- und Fleischreste, sowie stark gewürzte Essenabfälle verfüttern! Auch Rasenschnitt und Laub sind nicht geeignet.

Die Würmer können problemlos ein paar Wochen lang fasten, z.B. wenn man im Urlaub ist und in der Zwischenzeit keine Küchenabfälle nachliefert.

Der richtige Standort

Der Wurmkomposter sollte vor direkter Sonne, starkem Regen und Kälte geschützt sein. Da er keine schlechten Gerüche entwickelt, kann man ihn auch bedenkenlos im Innenraum, z.B. in der Küche platzieren. Die Würmer arbeiten ideal bei Temperaturen zwischen 15 und 20°C, was ebenfalls für einen Platz in der Wohnung spricht.

Ich war diesbezüglich etwas skeptisch und habe ihn auf die Terrasse gestellt. Ich dachte in der Ecke unter meinem Pflanzregal wäre er sicher gut aufgehoben und ausreichend vor Kälte, Hitze und Regen geschützt. Fehlanzeige! Im Winter wird es viel zu kalt und bei unter 5°C stellen die Würmer ihre Arbeit ein. Wenn die Sonne scheint, werden es mal schnell 30°C und mehr auf der Terrasse. Dank schwarzer Farbe heizt sich das Worm Cafe vermutlich noch stärker auf. Letzten Sommer war es sooo heiß, dass sich meine Wurmpopulation stark dezimiert hat. Und die Temperaturschwankungen waren ebenfalls nicht förderlich für die Resteverwertung. Die Würmer haben nur sehr wenig gefressen und damit nicht annäherend so viele Küchenabfälle verwertet, wie geplant.

Wurmkomposter im Pflanzregal
Pflanzregal

Auch wenn der Regenwurm-komposter ideal in mein Pflanzregal passt, wird er nun in die Küche umziehen. Dort hoffe ich auf stabilere Bedingungen für die Würmer und damit einhergehend eine bessere Verwertungsquote meiner Küchenabfälle. Außerdem hat es den Vorteil, dass ich den Bioabfall direkt an Ort und Stelle entsorgen kann.

Grüne Grüße von Dachgemüse!

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Gärtnern als politisches Statement

Eines unserer größten gesellschaftlichen Probleme ist die konventionelle Landwirtschaft.

  • Durch den Einsatz von Düngemitteln wird unser Grundwasser verseucht,
  • Pestizide verursachen Artensterben,
  • Monokulturen laugen unsere Böden aus und machen sie unfruchtbar.
  • Obst und Gemüse wird zu jeder Jahreszeit um die ganze Welt transportiert, z.B. werden Blaubeeren aus Chile eingefolgen, damit wir im Winter nicht auf diesen Genuss verzichten müssen. Durch diesen Tranport-Irrsinn entstehen Unmengen an klimaschädlichen Emissionen.
  • Auf der ganzen Welt, auch in Europa werden Menschen in Notlagen ausgebeutet, um billige Lebensmittel für die großen Supermarktketten zu produzieren.
  • Die Artenvielfalt schrumpft, weil nur wenige Gemüssorten den gewünschten Ertrag bringen oder viele Pflanzen nicht dem Chemiecocktail in Form von Pestiziden standhalten.
  • Und das Schlimmste dabei: ein Drittel der auf Kosten unserer Umwelt produzierten Lebensmittel landet am Ende im Müll! Da werden Blaubeeren unter Einsatz von Pestiziden erzeugt, in Plastik verpackt, und um die ganze Welt geflogen, damit wir sie hier wegschmeißen…

Sein eigenes Gemüse anzubauen, kann diese Probleme zwar nicht lösen – hierfür braucht es politischen Willen, aber es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wenn jeder nur einen kleinen Teil seines Bedarfs mit selbst angebautem Gemüse decken würde, träge das deutlich zu einer Reduzierung der Umweltauswirkungen bei.

Auch auf kleinem Raum kann man ohne Kunstdünger oder Pestizide einen beachtlichen Ertrag erzielen. Statt Kunstdünger verwendet man Bio-Kompost, Schafswollpellets oder Regenwurmhumus. Statt Pestizide zu versprühen, pflanzt man Mischkulturen, die sich auf natürliche Weise vor Schädlingen schützen oder behandelt mit Pflanzenjauchen z.B. aus Brennnessel. Auf diese Weise wird auch in einem einfachen Pflanzekübel vielfältiges Bodenleben erhalten und damit die Fruchbarkeit der Erde gefördert.

Unnötige Transporte sind ohnehin hinfällig. Von meiner Terrasse bis in die Küche sind es ca. 15 m, die kann man problemlos zu Fuß und völlig emmissionfrei zurücklegen. 😉 Was dann auf dem Teller landet ist ultrafrisch und enthält maximal viele Vitamine (bei langer Lagerung reduziert sich der Vitamingehalt deutlich).

Da ich nicht nur leidenschaftliche Gemüsegärtnerin, sondern auch Hobbyköchin bin, schätze ich insbesondere auch die Sortenvielfalt. Ich liebe es immer wieder neue Gemüsesorten anzubauen und die verschiedenen Geschmacksnuancen zu ergründen. Ob lila Kohlrabi, gelbe Zucchini, blaue Kartoffeln, schwarze Tomaten oder Zitronengurken, es gibt soooo viele tolle Sorten, die fast in Vergessenheit geraten sind und die unbedingt erhalten werden sollten. Damit leiste ich auch einen kleinen Beitrag zur Artenvielfalt und Erhaltung von Sortenraritäten (insbesondere durch die Gewinnung von eigenem Saatgut).

Wenn man sein selbstangebautes Gemüse isst, spart man sich außerdem eine ganze Menge Verpackungmüll. Lediglich die natürliche Verpackung in Form von Gemüseschalen fällt als Abfall an. Und selbst die kann man weiterverwerten, z.B. indem man die Küchenabfälle in einem Regenwurmkomposter zu wertvoller Pflanzennahrung verwertet.

Wer viel Zeit und Leidenschaft in den Anbau seines eigenen Gemüses investiert hat, wird es nicht übers Herz bringen mehr als nötig davon wegzuwerfen. Man lernt den Wert von Lebensmitteln wieder zu schätzen, weil man weiß weiviel Arbeit dahinter steckt. Und man wird kreativ bei der Verarbeitung von Pflanzenteilen, die sonst auch im Müll landen würden. So kann man z.B. ein Pesto aus Möhrengrün zubereiten, Kohlrabiblätter dünsten oder eine Brühe aus Zwiebelschalen kochen. Damit leistet Gärtnern auch einen wichtigen Beitrag gegen die Lebensmittelschwendung.

Und zu guter Letzt, lernt man wann, welche Sorten Saison haben und hinterfragt kritisch wieso es im Supermarkt im Januar Melonen, Blaubeeren und Auberginen gibt. Jede Konsumentscheidung ist auch eine politische Entscheidung!

Grüne Grüße von Dachgemüse!

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Gärtnern ist gesund!

An der frischen Luft in der Erde zu wühlen und den Pflanzen beim wachsen zuzusehen hält Körper und Geist gesund.

Foto by Susan Schaper

Einen halben Tag im Garten „ackern“, ist mindestens genauso anstregend wie ein Besuch im Fitnesstudio und auch noch kostenlos. Die körperliche Tätigkeit hält fit und ist ein super Ausgleich zur Büroarbeit. Tageslicht und frische Luft sind gesundheitsfördernd. Und das Wühlen in der Erde leistet ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit, wie im Beitrag von Gartengnom zu lesen ist:

2007 konnte man in Bristol mittels einer Studie nachweisen, was schon länger vermutet wurde: Erde macht glücklich! Genauer gesagt ist das im Boden lebende Mycobacterium vaccae verantwortlich für Effekte, wie man sie bislang aus Antidepressiva kannte. Bereits in vorgelagerten Studien konnte gesteigertes Wohlbefinden und Schmerzlinderung bei Krebspatienten auf das Bakterium zurückgeführt werden.
Durch die Studienergebnisse wird die Vermutung gestützt, dass ein angeschlagenes Immunsystems empfänglich für Mentalerkrankungen wie Depressionen macht. Das Mycobacterium vaccae dürfte fähig sein, die Balance des Immunsystems wieder ins Lot zu bringen und regt die Bildung des „Glückshormons“ Serotonin im Hirn an.

[https://www.gartengnom.net/erde-macht-gluecklich-und-gesund; 13.02.2019]

Also sollte man bei der Gartenarbeit besser keine Handschuhe tragen! 😉

Ein weiterer Effekt, den ich am Gärtnern sehr schätze, ist das Gefühl mit seinen eigenen Händen etwas zu erschaffen. Nachdem man im Büro den ganzen Tag nur unnützes Papier und PowerPoint-Folien produziert, tut es gut zu sehen, dass man mit seiner Arbeit auch etwas Echtes und wirklich Nutzvolles erschaffen kann – nämlich hochwertige Lebensmittel!

Desweiteren übt man sich in Geduld. Man ist gezwungen geduldig seinen Pflanzen beim wachsen zuzuschaen, denn die brauchen nun mal ihre Zeit. Dabei achtet man vor allem zu Beginn der Gartensaison auf jede kleine Veränderung und erfreut sich daran – heute würde man das als Achtsamkeit bezeichnen, also als eine Art Meditation.

Und zu guter Letzt verspeist man super frisches Bio-Gemüse mit wertvollen, gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen.

Foto by Susan Schaper

Wenn Dich das noch nicht überzeugt hat, lies auch den Beitrag „Gärtnern ist nachhaltig!“.

Grüne Grüße von Dachgemüse!

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Gartenplaner – The Green Conspiracy

Freundlicherweise hat mir „The Green Conspiracy“ einen Prototypen ihres Gartenplaners zur Verfügung gestellt. Da ich sowieso ein totaler Planungfreak bin und voll auf Listen und sowas stehe, habe ich das Notizbuch für urbane Gärtner mit Vergnügen getestet. Im Februar startet die Crowdfunding-Kampagne für die grüne Verschwörung. Mehr dazu findet ihr unter www.thegreenconspiracy.com.

Hier also ein kleiner Testbericht zum Gartenplaner von The Green Conspiracy

Grundsätzlich bietet der Planer verschiedene, vorgedruckte Seiten für das was ein Gärtner so alles notieren muss. Folgende Kapitel bietet der Planer zum selbstausfüllen:

  1. Pflanzenprofile
  2. Ernteresultate
  3. Platz für Skizzen
  4. Jahresübersicht für Aussaat- und Erntetermine
  5. monatlicher Kalender
  6. Rezepte
  7. Tips
  8. Notizen

Pfanzenprofile

Hier findet ihr Platz für 20 Pflanzenprofile in denen Informationen wie Licht- und Wasserbedarf, Aussaatzeitpunkt, Bodenansprüche usw. notiert werden können. Diesen Teil finde ich super, weil ich tatsächlich jedes Jahr auf Neue beginne all diese Infos nachzulesen und zu googeln, um sie dann im nächsten Jahr wieder vergessen zu haben. So hat man alle relevanten Infos aufeinmal zusammen und findet sie auch schnell wieder.

Allerdings sind mir persönlich 20 Pflanzenprofile zu wenig. Allein im letzten Jahr habe ich über 50 verschiedene Pflanzen angebaut und würde natürlich auch gern alle in meinem Gartenplaner unterbringen wollen. Für den durchschnittlichen Stadtbalkon sind 20 Pflanzen aber wahrscheinlich ausreichend.

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Ernteresultate

Auch diesen Teil des Planers finde ich sehr hilfreich. Währens ich letztes Jahr meine Erntestatistik in die Notizenapp auf dem Smartphone getippt habe, kann ich sie nun hier notieren. Neben Pflanzenname und Ertrag, können außerdem Notizen und ein Rating eingetragen werden. Hier hat man Platz für 40 Eintragungen.

Skizzen

Zu diesem Teil gibt es nicht viel zu sagen. Ein paar leere Seiten auf denen man z.B. sein neues Gartendesign zeichnen kann.

Jahresübersicht für Aussaat- und Erntetermine

Das darf natürlich nicht fehlen: ein Ausaatkalender. Hier können übersichtlich Aussaat und Erntetermine eingetragen werden, sodass man nicht alle Pflanzenprofile wieder durchsuchen muss. Neben der Kategorie Aussaat und Ernte würde ich mir noch die Kategorie Freilandpflanzung wünschen, da viele Pflanzen ja drinnen ausgesät und vorgezogen werden. Auch hier haben 40 Pflanzen Platz.

gartenplaner_jahresplaner.jpg

Monatlicher Kalender, für Termine aller Art

Zusätzlich gibt es einen monatlichen Kalender, sodass man wichtige Termine, wie Saatguttauschbörsen, die Eisheiligen oder das Erntedankfest eintragen kann. Der Platz ist auch ausreichend, um sich zu notieren an welchen Tagen man welche Gartenarbeiten erledigen will. Hier fände ich es toll, wenn solch wichtige Gartentermine, wie die Eisheiligen bereits von vorherein eingetragen wären.

Rezept-Teil

In diesem Teil können Rezepte eingetragen werden. Mein erster Gedanke war: Kochrezepte will ich lieber in einem extra Heft notieren, den Bereich brauche ich nicht. Aber die Autoren haben an etwas anderes gedacht, nämlich Rezepte für Pflanzenjauchen, Erdmischungen oder natürliche Schädlingsabwehr. Das ist natürlich eher was für Fortgeschrittene, aber trotzdem sehr praktisch! Wer will kann natürlich auch Kochrezepte eintragen. Hierfür stehen 10 Seiten zur Verfügung – für mich ausreichend.

Tipps

Zuletzt gibt es viele nützliche Infos, welche Mindest-Topfgröße bestimmte Pflanzen benötigen, Hinweise zur richtigen Fruchtfolge, durchschnittliche Kulturdauern, Lichtbedarf und Mischkulturpflanzungen.

Notizen

Und noch ein paar leere Notizseiten. Ganze 30 Stück! Vielleicht könnte man sich davon ein paar sparen und stattdessen mehr Pflanzprofile aufnehmen. 😉

Fazit

Insgesamt ein schöner Planer, der durch den Einband sehr edel und etwas geheimnissvoll wirkt. Ob der Einband meinen vermatschten Gärtnerhänden stand hält, wird sich zeigen. Ich würde mir noch eine Stiftschlaufe wünschen, damit man den passenden Stift immer direkt dabei hat. Leider ist der Planer aktuell nur in englischer Sprache verfügbar. Aber eine deutsche Version kommt vielleicht auch auf den Markt.

Praktisch ist der Planer auf jeden Fall, da ich alle Infos gut sortiert in einem Buch zusammenhalten kann und bei mir nicht mehr hunderte von Zetteln rumfliegen. Allerdings könnte er für meinen Geschmack ein paar mehr Seiten haben, vor allem was die Pflanzenprofile angeht. Insgesamt würde ich den Gartenplaner weiterempfehlen und wünsche dem Team von The Green Conspiracy viel Erfolg bei Ihrer Crowdfunding-Kampagne!

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Dachgarten und Balkon winterfest machen

Was hatten wir dieses Jahr für einen Wahnsinns-Sommer? Sogar Mitte Oktober noch 27°C und strahlender Sonnenschein, als ginge der Sommer nie vorbei. Aber so langsam wird es nun doch kühler und höchste Zeit die Dachterrasse/ den Balkon und die Pflanzkübel winterfest zu machen. Grundsätzlich friert die Erde in Kübeln/Kisten schneller durch und ist damit empfindlicher gegenüber kalten Temperaturen. Terrassen und Balkone die sehr offen sind, kühlen bei Wind und Frost noch schneller aus. Glück haben die urbanen Gärtner mit geschützen Balkonen/Terrassen, die mitten im überwärmten Innenstadtgebiet liegen. Hier kühlt es sich nicht so stark ab.

7 Dinge die Ihr vor dem ersten Frost noch erledigen solltet!

1. Frostempfindliche Gemüse abernten

Sämtliches Fruchtgemüse (Tomaten, Gurken, Auberginen, etc.) sollte spätestens jetzt abgeerntet werden. Auch das meiste Wurzelgemüse (Karotten, Rote Beete, Kartoffeln) sollte dringend vor dem ersten Frost aus der Erde.

Zu den frostfesten Wurzelgemüsen gehören Topinambur, Pastinaken und Schwarzwurzeln – sie können auch über den Winter in der Erde bleiben und je nach Bedarf frisch geerntet werden. Auch Kohlpflanzen sind in den meisten Fällen frostunempfindlich und können stehen bleiben.

2. Kräuter und Co. zurückschneiden

Auch bei den Kräutern gibt es frostempfindliche und winterfeste Sorten. Die meisten mehrjährigen, mediterranen Kräuter vertragen Minusgrade gut, dazu gehören Rosmarin, Thymian, Oregano und Bohnenkraut. Frische Triebe sollten jetzt noch geerntet werden, da das Wachstum über den Winter stagniert.

Petersilie, Koriander, Kresse und Schnittlauch sind ebenfalls frostfest und können laufend über die Wintermonate abgeerntet werden.

Zitronenmelisse, Minze und Liebstöckel gehen bei Minustemperaturen zwar ein, treiben dann aber im nächsten Frühjahr wieder aus. Diese Kräuter solltet ihr jetzt also am besten komplett abernten.

Basilikum überlebt den Winter nicht und sollte ebenfalls vor dem ersten Frost komplett abgeerntet werden.

3. Ernte einlagern/konservieren

Die abgeernteten Gemüse und Kräuter müssen natürlich verwertet werden. Kräuter werden am besten Bündelweise aufgehangen und getrocknet. Man kann sie aber auch klein hacken und in Eiswürfelformen einfrieren oder man macht Kräuteröle oder -Liköre daraus.

Wurzelgemüse lässt sich lange lagern. Am besten in mit Sand gefüllten Kisten bei niedrigem Temperaturen im Keller oder Speisekammer (falls vorhanden). Da die Erträge von der Terrasse aber meist überschaubar sind, kann man am besten direkt alles aufessen (meine bevorzugte Variante!). Falls es Euch doch zu viel wird, greift zu den klassischen Tricks von Oma – Einmachen, Einfrieren, Einlegen.

Ihr habt zu viele Chilis geerntet? Dann empfehle ich Euch diese Selbstgemachte Sweet Chili Sauce.

4. Saatgut gewinnen

Wenn es bei Euch genauso aussieht, wie bei mir, dann stehen überall verwelkte Stängel von Kräutern, Salaten und co. mit Samenkapseln. Wenn ihr die Samen für eine gezielte Aussaat im nächsten Jahr nutzen wollt, dann erntet sie jetzt vorsichtig ab. Dunkel und trocken gelagert, ist das meiste Saatgut mehrere Jahre keimfähig.

Ihr könnt Sie aber auch einfach stehen lassen und euch im nächsten Jahr überraschen lassen wo sich die Pflanzen überall selbst ausgesät haben. Petersilie, Radieschen und Salate überlasse ich gern mal dem Zufall.

5. Beete abdecken und vor Witterung schützen

Viele Kisten und Kästen sind inzwischen trostlos leer und damit der Witterung voll ausgesetzt. Wind und Kälte haben so freie Angriffsfläche und zerstören das Bodengefüge und schaden den Bodenlebewesen. Daher ist es sinnvoll die Beete abzudecken. Die beste Variante sind lebende Pflanzen, die den ganzen Winter über im Beet stehen bleiben und den Boden bedecken, insbesondere Gründüngungspflanzen, wie z.B. Ackersenf.

In Kübeln, in denen das Jahr über Starkzehrer wuchsen und keine Gründüngung vorgesehen ist, solltet ihr vor der Winterpause noch etwas Kompost untergraben, um dem Boden die notwendigen Nährstoffe zurückzugeben.

Wenn Ihr keine lebende Beetabdeckung in Form von Pflanzen habt, könnt ihr die Beete  auch mit anderen organischen Materialien abdecken, wie z.B. Laub, Stroh, Mulch oder den restlichen Pflanzenteilen Eurer Ernte. So schützt ihr nicht nur den Boden sondern führt der Erde auch gleich wieder Nährstoffe zu.

Achtung! Macht nicht den gleichen Fehler wie ich und sammelt Waldlaub, um eure Pflanzkübel damit abzudecken. Ich habe mir dadurch im letzten Jahr Schneckeneier eingeschleppt und seitdem eine Schneckenplage auf der Dachterrasse, wie ihr auch hier nachlesen könnt: Schneckenplage.

6. Wasser abdrehen

Wenn Ihr einen Wasseranschluss oder sogar ein Bewässerungssystem auf der Terrasse habt, solltet ihr dieses nun abstellen bzw. abbauen. Alle Leitungen und Schläuche sollten entleert werden. Meine Bewässerungssysteme wandern über den Winter komplett in den Keller. Nur die Regentonne darf stehen bleiben.

Vergesst aber nicht trotzdem gelegentlich zu gießen, vor allem wenn es lange keinen Niederschlag gab. Auch wenn gerade nichts in euren Balkonkästen wächst, erhaltet ihr so das Bodenleben, welches für eine gesunde Erde besonders wichtig ist.

7. Mehrjährige Pflanzen vor Frost schützen

Die Pflanzen die über die Winterzeit im Kübel bleiben, müssen vor Frost geschützt werden. Bei mir sind das z.B. Feige, Granatapfel und Banane. Solche Pflanzen solltet Ihr in eine windgeschützte Ecke mit einer an die Wohnung grenzenden Wand schieben – dort bleibt es am wärmsten.

Wenn es sehr kalt wird und Eure Terrasse sehr stark der Witterung ausgesetzt ist, könnt Ihr die Kübel zusätzlich in Decken oder Fließ einwickeln, um sie vor Frost zu schützen.

 

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Rezept für hausgemachte Sweet Chili Soße

Eine meiner Lieblingspflanzen ist Lila Luzi. Diese Chilisorte ist nicht nur äußerst dekorativ, sondern sie ist auch noch sehr robust, pflegeleicht und bringt auch auf dem Balkon oder der Dachterrasse einen beachtlichen Ertrag!

Das faszinierende an Lila Luzi ist, dass die Schoten zuerst lila sind und dann über weiß, nach gelb, nach orange zu rot reifen. Wenn die Schoten rot sind, sind sie erntereif. Über den Sommer hat man so wunderschöne Pfanzen mit vielen bunten Chilischoten. Auch die violetten Blüten sind sehr hübsch anzusehen. Und dann sieht sie nicht nur gut aus, sondern ist auch noch pflegeleicht und ertragreich. Was will man mehr?

Nachdem ich bereits im letzten Jahr Schwierigkeiten hatte die ganze Ernte zu verarbeiten, habe ich dieses Jahr nur zwei Pflanzen auf der Dachterrasse kultiviert. Doch auch von diesen Beiden habe ich inzwischen über 300 Chili-Schoten geerntet und es sind noch eine Menge weiterer dran. Letztes Jahr habe ich die Schoten getrocknet und zu Chiliflocken verarbeitet. Allerdings ist immernoch ein halbes Marmeladenglas davon übrig.

Diesmal habe ich einen Großteil zu dieser köstlichen, scharfen Sweet Chili Soße verarbeitet. Das Rezept ist sogar vegan. Hier die Zutaten:

  • 130 Chili (wenn man es seeeehr scharf mag! Man kann natürlich auch einfach weniger nehmen oder mit Paprika strecken)
  • 500 ml Reisessig
  • 2 Knollen Knoblauch
  • 3 Zwiebeln
  • 800g Zucker
  • Wasser
  • Salz

Bevor es losgeht, ein wirklich gut gemeinter Rat: zieht euch Handschuhe an! Ein unbedachtes Augenreiben kann euch sonst den ganzen Tag vermiesen 😉

Also die Chilis waschen, Zwiebeln und Knoblauch schälen und alles in einer Küchenmaschine zerkleinern. Den Höllenbrei mit dem Essig, Zucker und ca. 2 TL Salz und etwas Wasser zum verdünnen in einen großen Topf geben und einkochen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Noch ein Tip: kocht das Zeug bei offenem Fenster! Ihr könnt Euch nicht vorstellen wie sehr verkochter Essig-Chili-Dampf in Augen und Lunge brennt!

Wenn ihr die Einkochprozedur überstanden habt, könnt ihr das Ganze heiß in Flaschen abfüllen und verschrauen. Da die Soße mit drei Konservierungsmechanismen (Schärfe, Zucker und Säure) behandelt ist, dürfte sie ewig halten. Sagen wir mal ca. 1 Jahr – vor allem wenn ihr die Flaschen verschlossen lasst. Viel Spaß beim Nachkochen!

Hausgemachte Sweet Chili Sauce
Hausgemachte Sweet Chili Sauce

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Was im September noch in die Erde kann

Auch jetzt Mitte September können noch einige Gemüsepflanzen ausgesät werden. Vor allem im Schutz der Dachterrasse bleibt die Erde noch länger warm und verlängert somit den Zeitraum für die Aussaat. So kann man durchaus Mitte September noch Saatgut ausbringen, welches für den Freilandanbau bereits ungeeignet wäre.

Winterfeste Salate

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Was jetzt auf jeden Fall geht, sind Salate. Vor allem Asia-Pflücksalate, wie Mizuna oder roter Blattsenf wachsen um diese Jahreszeit problemlos. Da sie frostresisten sind, kann man sie über den ganzen Winter hinweg abernten und sich so einen vitaminreichen Frischekick verschaffen. Ebenso gut geeignet ist Ruccola.

Typische, heimische Wintersalate sind Feldsalat und Winterpostelein. Bei der Aussaat ist zu beachten, dass diese Sorten einen Kältereiz benötigen, um zu keimen. Wenn die Temperatur Nachts noch nicht die 10°C Marke unterschreitet, kann man sich einem einfachen Trick bedienen und das Saatgut mit feuchter Erde bedeckt über Nacht in den Kühlschrank legen.

Zwiebelgewächse

Mitte September ist außerdem die perfekte Zeit um Knoblauch zu pflanzen. Einfach die Knofizehen ca. 5 cm tief in die Erde stecken und abwarten. Die fertigen Knollen können dann nächstes Jahr im Sommer geerntet werden.

Auch die Aussaat von Lauchzwiebeln, vor allem der „Winterheckenzwiebel“ oder von Kopfzwiebeln lohnt sich jetzt noch. Das frostfeste Zwiebelgewächs bildet immer wieder frische Triebe, die über den gesamten Winter abgeerntet werden können.

Jetzt ist ebenfalls der richtige Zeitüunkt für die Aussaat von Gemüsezwiebeln.

Safranzwiebeln

Genauso wie Zwiebelgewäche, die wir in der Küche verarbeiten, vermehren sich auch viele Blumen über Zwiebelknollen. Jetzt ist auch für das setzen von Blumenzwiebeln ein guter Zeitpunkt. Besonders erwähnt sei hier der Safran-Krokuss, den ich diese Woche eingepflanzt habe – in der Hoffnung bald meine eigenen Safranfäden zu ernten.

Kohl

Die Aussaat von Pak Choi (Senfkohl) sollte jetzt auch noch im Freiland gelingen. In geschützter Lage kann aber auch noch Kohlrabi kultiviert werden. Wenn man gefrorenen Kohlrabi wieder auftauen lässt und dann aberntet, schmeckt er besonders mild.

Kräuter

Folgende Kräuter können Mitte September noch ausgesät werden.

  • Petersilie
  • Koriander
  • Kresse
  • Dill
  • Kerbel
  • Oregano

Oregano, Petersilie, Kerbel und Koriander sind sogar frostfest. Auch Minze überwintert problemlos. Selbst wenn die oberirdischen Teile absterben, treibt sie im nächsten Jahr neu aus.

Blumen

Ringelblumen können jetzt noch ausgesät werden und schaffen es mit etwas Glück sogar noch bis zur Blüte.

Im September ausgesäte Kamille blüht dann im nächsten Frühjahr.

Was man sonst noch im September aussäen kann:

Radieschen

  • Spinat und die spinatähnliche Gartenmelde
  • Mangold, am liebsten den Bunten (ebenfalls frostfest)!
  • Radieschen werden mit ihrer kurzen Kulturdauer von 4 Wochen locker noch reif
  • Erdbeeren, wenn der September noch recht mild ist, wie in diesem Jahr und es erst spät zu Nachfrösten kommt, kann man auch jetzt noch junge Erdbeerpflanzen auspflanzen.

Gründüngung

Außerdem ist jetzt der ideale Zeitpunkt um eine Gründüngung vorzunehmen, um abgeerntete Beete über die Wintermonate vor der Witterung zu schützen und dem Boden wieder organische Substanz zuzuführen.Viele Pflanzen eignen sich als Gründüngung, hier seien drei genannt:

  • Gelbsenf, sollte nicht in der Fruchtfolge mit Kohlgewächsen, Radieschen, Rettichen oder Asiasalaten gepflanzt werden
  • Lupinen, sollten nicht vor oder nach Erbsen und Bohnen wachsen
  • Phacelia (Bienenfreund) verträgt sich nicht mit Borretsch

 

 

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Auberginen-Lasagne

 

Zugegeben ich habe sehr viele Lieblingsessen, aber das ist auf jeden Fall eins davon. Perfekt für etwas ungemütlichere Spätsommerabende, als vegetarische Alternative oder zum beeindrucken von Gästen.

Gerade Ende August gibt es reichlich Auberginen und Tomaten zu ernten. Ideale Zutaten für diese köstliche Augerginenlasagne. Die Zubereitung nimmt zwar etwas Zeit in Anspruch, aber die lohnt sich! Versprochen!

Zutaten für 4 Personen:

  • 2 – 3 große, reife Auberginen
  • ca. 1 kg Tomaten
  • 1 – 2 Zwiebeln
  • 1 – 2 Knoblauchzehen
  • 2 Mozzarella
  • ca. 100 g Parmesan
  • 1/2 Packung Lasagneplatten
  • ca. 100 ml Gemüsebrühe
  • ein Bund Basilikum
  • 1 TL Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl

Zu erst sollte man die Tomatensoße ansetzen, denn umso länger sie köchelt, desto leckerer wird sie:

Tomatensoße
Tomatensoße ansetzen

Tomaten waschen und große Exemplare kleinschneiden Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und grob würfeln.

Zwiebel- und Knobiwürfel in etwas Olivenöl zusammen mit einem TL Zucker andünsten. Die Tomaten dazu geben, mit der Gemüsebrühe ablöschen und bei mittlerer Hitze mindestens eine Stunde lang köcheln lassen. Abschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken und pürieren.

 

gegrillte Auberginen
gegrillte Auberginen

Im nächsten Schritt die Auberginen grillen:

Zu erst die Auberginen waschen und in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden, beidseitig salzen und 20 min ziehen lassen.

Dann die Scheiben trocken tupfen und von beiden Seiten mit Olivenöl bepinseln. Die Scheiben auf ein Gitterrost legen und im Backofen bei Grillstufe (250°C Oberhitze) ca. 15 min bräunen.

 

Auberginenlasagne schichten
Schichtaufbau

Das Ganze zu einer Lasagne zusammenfügen:

Eine Auflaufform mit Olivenöl benetzen. Die gegrillten Auberginenscheiben einlegen, zerpflückten Mozzarella darauf verteilen, mit Tomatensoße und frischem Balsilikum bedecken und Lasagenplatten darauf legen. Diesen Schichtaufbau wiederholen bis die Form fast voll oder die Zutaten aufgebraucht sind. Die letzte Schicht mit geriebenem Parmesan bestreuen. Die Auflaufform dann bei 180 °C Umluft für 30 min in den Backofen.

 

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Mein größter Feind: der Mehltau!

Mehltau! Ich hasse ihn! Jedes Jahr aufs Neue befällt er meine hilflosen Pflanzen und richtet Schaden an. Bei den trockenen, warmen Witterungsbedingungen konnte sich der echte Mehltau in aller Ruhe ausbreiten. Durch den ständigen Wassermangel standen die Pfanzen unter Stress und waren ein leichtes Opfer. Am härtesten getroffen hat es die Gurken. Binnen zwei Wochen hat es meine Gurkenpflanzen vollständig dahingerafft. Auch Erbsen und Bohnen sind stark betroffen. Spuren sind auch auf Zucchini, Schwarzwurzel, Spitzwegerich zu sehen.

Aber was hilft nun gegen den Gartenfeind Nummer 1? Vor allem wenn man nicht zu Pestiziden greifen will? Beiträge im Netz findet man viele.

Hier die Top 7 ökologischen Tipps für die Bekämpfung von Mehltau (oder anderen Pilzerkrankungen).

1. Ackerschachtelhalm:

Da sind sich alle Foren einig – die wertvolle Kieselsäure aus dem Schachtelhalm stärkt und festigt das Pflanzengewebe und hilft so vor allem vorbeugend gegen Mehltaubefall. Dazu fertigen oder selbst hergestellten Ackerschachtelhalmextrakt 1:9 verdünnen und alle 2 Wochen an drei aufeinander folgenden Tagen auf die Blattunterseiten sprühen (am Besten morgens).

2. Milchsäurebakterien:

Sehr häufig findet man die Empfehlung gegen Mehltau mit verdünnter Milch (1:9) zu spritzen, da die enthaltenen Milchsäurebakterien den Pilz angreifen. Dabei wird jedoch vergessen, dass heutzutage so gut wie jede Supermarkt-Milch pasteurisiert oder homogenisiert ist. D.h. in der modernen Milch befinden sich so gut wie keine nützlichen Milchsäurebakterien mehr. Besser greift man zu Joghurt, der auf jeden Fall noch die nützlichen Bakterien enthält. Auch der Joghurt wird einfach 1:9 mit Leitungswasser verdünnt, in eine Sprühflasche gefüllt und alle drei Tage auf die befallenen Blätter gesprüht.

3. Zimt:

Zimt soll fungizid wirken. Einen wissenschaftlichen Nachweis konnte ich dafür im Netz allerdings nicht finden. Aber vielleicht hilft er ja trotzdem. Und so soll’s funktionieren: einfach etwas Zimtpulver um die Pflanze oder auf die befallenen Blätter streuen. Wichtig ist das man echten Zimt (Cinnamomum zeylanicum), auch bekannt als Ceylon-Zimt verwendet. Hat vielleicht schon jemand Erfahrungen mit der Zimt-Methode?

4. Knoblauch:

Auch Knoblauch sollen die Mehltau-Pilze nicht mögen. Also einen Knoblauchsud herstellen: hierzu ca. eine Knolle mit einem Liter Wasser 15 min köcheln, abkühlen lassen und 1:9 mit Wasser verdünnt ca. alle 3 Tage auf die befallenen Pflanzenteile sprühen.

5. Natron:

Die Haushalts-Allzweckwaffe hilft vor allem vorbeugend. Man nehme 1 Esslöffel Natron, 1 Liter Wasser und 1 Esslöffel Pflanzenöl. Alles in eine Sprühflasche füllen und ca. alle 2 Wochen potenziell gefährdete Pflanzen damit besprühen.

6. Apfelessig:

Noch ein weiteres Spritzmittel lässt sich aus 1 Esslöffel Apfelessig verdünnt mit 1 Liter Wasser herstellen. Ebenfalls ca. alle 3 Tage die befallenen Pflanzenteile damit besprühen.

7. Neemöl:

Auch das Neemöl wird 1:9 verdünnt auf die betroffenen Pflanzen aufgesprüht.

Für Alle Spritzmittel gilt: am besten morgens an einem regenfreien Tag aufbringen. Regelmäßig anwenden – auch vorbeugend.

Nun viel Erfolg beim Bekämpfen des Mehltaus! Was sind Eure Erfahrungen mit diesen Mitteln? Welche Methode wirkt am Besten? Lasst mir gerne einen Kommentar da! 🙂