Kästen, Kisten, Kübel: über geeignete Pflanzgefäße.

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Wenn man keinen Garten hat und seine Pflanzen nicht einfach in die Erde setzen kann, braucht man geeignete Gefäße. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt - hauptsache es handelt sich um Irgendetwas, dass man mit Erde befüllen kann. Auf meiner Dachterrasse nutze ich hauptsächlich konventionelle Pflanzkübel und Blumenkästen aus Kunststoff. Ich habe aber auch ein paar alternative Gefäße im Repertoire. Drei davon möchte ich Euch hier vorstellen...

Inhalt von Kästen, Kisten, Kübel: über geeignete Pflanzgefäße.

Wenn man keinen Garten hat und seine Pflanzen nicht einfach in die Erde setzen kann, braucht man Pflanzkübel, Balkonkästen oder Ähnliches. Welche Pflanzgefäße sich für den Balkon oder die Terrasse am besten eignen, erfahrt ihr in diesem Beitrag. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt – Hauptsache es handelt sich um Irgendetwas, dass man mit Erde befüllen kann.

Zur Inspiration habe ich für Euch bei Pinterest eine Pinnwand mit besonders kreativen Pflanzgefäßen zusammengestellt. Von der Kloschüssel, über alte Handtaschen bis zur Kommode ist alles dabei:

https://www.pinterest.de/dachgemuese/plant-pots/?invite_code=9f70672c20d5467ea62ca72efd6fc476&sender=468937517358473377

Das solltest Du bei der Wahl Deines Pflanzgefäßes beachten:

  1. Je nach Pflanze, die ihr anbauen wollt, solltet ihr die Größe des Pflanzgefäßes wählen. Während Pflücksalat auch schon in kleinen Balkonkästen gedeiht, solltet ihr z.B. für einen Kürbis mindestens 30 Liter Bodenvolumen einplanen.
  2. Im Boden des Gefäßes sollte immer ein Loch sein, damit überschüssiges Wasser abfließen kann und es nicht zu Staunässe kommt.
  3. Beim Anbau von Lebensmitteln sollten außerdem nur Gegenstände gewählt werden, die keine Schadstoffe, wie Lösungsmittel, Schwermetalle, o.ä. an die Erde und somit die Pflanze abgeben. Es eignen sich unter anderem lebensmittelechte Kunststoffe aus dem Gastronomiebereich, unbehandeltes Holz oder Stein/Ton.
  4. Die Witterungsbeständigkeit. Nicht alle Materialien halten Wind und Wetter stand. Wenn man die alte Kommode von Oma bepflanzen und draußen platzieren will, sieht das zwar erstmal cool aus, man muss aber damit rechnen, dass die spätestens nach dem ersten Winter ziemlich alt aussieht. Außerdem solltet ihr bei Pflanzkübel aus Ton oder Terracotta auf die Frostbeständigkeit achten, denn Minusgrade können dazu führen, dass diese Materialien platzen.

Auf meiner Dachterrasse nutze ich hauptsächlich konventionelle Pflanzkübel und Blumenkästen aus Kunststoff, da diese leicht und witterungsbeständig sind. Ich habe aber auch ein paar alternative Gefäße im Repertoire, mit denen ich sehr zufrieden bin. Drei davon möchte ich Euch hier vorstellen:

Grünkisten als Pflanzgefäß für Gemüse

Auch bekannt als Grünkisten, Bäckerkisten oder Eurobehälter gehören zu meinen favorisierten Pflanzbehältern. Die Gemüsekisten bestehen aus lebensmittelechtem Kunststoff, sodass keine Gefahr von austretenden Weichmachern oder Lösungsmitteln ausgeht.

Da es sich um Gitterboxen handelt, muss man keine Löcher mehr einbringen. Wasser kann problemlos ablaufen und es kommt genügend Luft an die Erde.

Außerdem kann man die Kisten stapeln oder zusammenklappen und platzsparend verstauen, wenn man sie mal nicht mehr braucht.

Und man muss die Boxen auch nicht vorher präparieren. Einfach direkt mit Erde befüllen und fertig! Keine Drainage, keine Folie zum Auslegen. Auf den Bilder sieht man teilweise noch, dass ich die Kisten mit Jutestoff ausgelegt habe – das ist aber nicht zwingend nötig.

Einziger Nachteil der Grünkisten ist, dass die Erde relativ schnell austrocknet, da die Feuchtigkeit zu allen Seiten verdunsten kann.

Wo bekommt man die her? Ich habe meine bei ebay ersteigert. Dort gibt es meist zahlreiche Anbieter für diese Boxen und man kann ein echtes Schnäppchen machen!

Alte Weinkisten ist Pflanzgefäß für Gemüse

Die klassischen Holzkisten im Retrolook eigenen sich nicht nur für die Lagerung von Wein und Whisky, sondern auch für die Bepflanzung mit Gemüse.

Ein absoluter Pluspunkt bei den ausgedienten Holzkisten ist die Optik. Das Holz wirkt sehr natürlich und ergänzt sich prima mit den Pflanzen.

Da die Abstände zwischen den Holzstreben relativ groß sind, benötigt man eine Lösung um das Hindurchfallen der Erde zu verhindern (zumindest am Anfang). Ich wollte keine Teichfolie zum auskleiden benutzen, weil diese Weichmacher enthält, die in die Erde diffundieren. Also habe ich die Kisten bei der Erstbefüllung mit Jutestoff ausgelegt. Dieser ist dann innerhalb des ersten Jahres verrottet. In der Zwischenzeit hat die Erde ein so stabiles Gefüge gebildet, dass sie nicht mehr durch die Lücken hindurch fällt.

Zur Witterungsbeständigkeit: da ich meine Kisten bereits gebraucht gekauft habe, war ich anfangs etwas skeptisch, was die Haltbarkeit angeht. Aber die Kisten halten bereits seit drei Jahren Wind und Wetter stand und haben zwischenzeitlich sogar einen Umzug überstanden. Einen weiteren Umzug würden sie aber wahrscheinlich nicht überleben.

Wo bekommt man die her? Auch die Weinkisten habe ich bei ebay ersteigert, inzwischen gibt es die aber auch bei diversen großen Online-Versandhändlern…

Pflanzsäcke

Pflanzsäcke eignen sich wunderbar für den Anbau von Kartoffeln und Wurzelgemüse, weil sie eine Pflanztiefe erlauben, die man mit herkömmlichen Kübeln nicht erreicht. Ich baue schon seit Jahren Kartoffeln, Karotten, Pastinaken und Co. darin an und habe damit wirklich gute Erfahrungen gemacht.

Es gibt Säcke aus verschiedenen Materialien, ich habe welche aus Polyethylen (ähnlich einer LKW-Plane) und welche aus Polypropylen-Vlies getestet. Die Vlies-Säcke haben eindeutig gewonnen! Bereits nach dem ersten Winter waren die Kunststoffsäcke so angegriffen, dass sie beim Versuch sie anzuheben einrissen und ein Verrücken der Säcke nicht mehr möglich war. Wenn die Kunststoffsäcke zerreißen, fliegen außerdem überall Kunststoffpartikel (Achtung Mikroplastik!) rum. Die Vlies-Säcke hingegen sind auch nach drei Jahren noch sehr robust und mit Sicherheit auch die umweltfreundlichere Variante, weil sie länger haltbar sind und keine Kunststoffpartikel freisetzen (zumindest nicht sichtbar).

Beide Säcke halten sehr gut die Feuchtigkeit, was vor allem bei heißen, trockenen Sommern vorteilhaft ist.

Auch die Säcke haben den Vorteil, dass man sie platzsparend verstauen kann, sollte man sie einmal nicht mehr benötigen.

Wo bekommt man die her? Von diversen Online-Gartenversandhäusern oder direkt von GardenMate [unbezahlte Werbung].

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