Über uns
Hier erfährst Du wer wir sind und was uns antreibt
Unsere Vision

Stell Dir vor eine Stadt kann sich mit urbanen
Gemüsefarmen vollständig selbst versorgen
Wer steckt dahinter?

Erfahre mehr über die Entstehung und
das Gesicht hinter Dachgemsüe

Gemüseanbau auf ungenutzten Stadtflächen

Gemüse kann überall wachsen: im Vorgarten, auf Balkonen, auf Dächern oder sogar auf dem Fensterbrett.

Immer mehr Menschen ziehen in Städte und städtische Flächen werden immer knapper. Gleichzeitig steigt der Bedarf nach frischen Lebensmitteln und viele Dachflächen in Großstädten sind ungenutzt. Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 80.000.000 m² Flachdachflächen neu errichtet. Dieses riesige Potenzial muss für den Gemüseanbau genutzt werden, um die Lebensmittelproduktion wieder dorthin zu bringen, wo die Lebensmittel auch verbraucht werden.

Erhalt und Verbreitung alter Sorten

Unser Ziel ist es, alte und seltene Nutzpflanzen zu erhalten und zu verbreiten, z.B. grüne Tomaten, weiße Karotten oder gelbe Gurken.

Alte Gemüsesorten weisen von Natur aus höhere Nährstoffgehalte auf, sind aromatischer und robuster gegenüber Umwelteinflüssen. Supermarkt-Gemüse hingegen ist auf Effizienz gezüchtet, d.h. auf lange Haltbarkeit, hohen Ertrag und Resistenz gegenüber Schädlingen. Der Geschmack und Nährstoffgehalt spielen dabei leider keine Rolle. Das hat dazu geführt, dass bereits 75 Prozent der ursprünglichen Obst- und Gemüse-Vielfalt als verschwunden gelten.

Wir wollen die Vielfalt auf dem Teller wieder erhöhen und so zur Nutzpflanzenvielfalt beitragen.

Reduzierung der Umweltauswirkungen des Gemüseanbaus

Die konventionelle Landwirtschaft ist maßgeblich mitverantwortlich für den Klimawandel, die Zerstörung der Bodenfruchtbarkeit, das Insektensterben und die Verseuchung unseres Grundwassers.

Wir wollen beweisen, dass Lebensmittel auch ohne schädliche Umweltauswirkungen erzeugt werden können. Das heißt ohne den Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger und ohne die Zerstörung natürlicher Lebensräume.

Der lokale Gemüseanbau direkt in der Stadt trägt außerdem dazu bei Transportwege und damit verbundene CO2-Emissionen zu reduzieren. Die kurze Zeit zwischen Ernte und Verzehr ermöglicht es außerdem auf unnötige Plastikverpackungen zu verzichten. Und Gemüsebeete in der Stadt dienen als Lebensräume für Insekten und Bodenlebewesen.

Bewusstsein schaffen für regionales und saisonales Gemüse

Ganzjährig kann man Blaubeeren, Tomaten und Spargel im Supermarkt kaufen. Viele Menschen haben das Wissen über regionale und saisonale Produkte völlig verloren und sind sich der Auswirkungen gar nicht bewusst.

Wir wollen Menschen dazu bringen, sich mit dem Thema Lebensmittelerzeugung zu beschäftigen und zu hinterfragen, woher ihr Essen kommt und welcher Aufwand dafür nötig war. Und im besten Fall können wir sie motivieren, ihr eigenes Gemüse anzubauen (auch ohne Garten).

Spätestens wenn man selbst sein eigenes Gemüse anbaut, bekommt man ein Gefühl für Saisonalität und lernt Lebensmittel wieder mehr wertzuschätzen. Eine höhere Wertschätzung gegenüber unserem Essen kann auch dazu beitragen Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Und wenn man mit eigenen Augen sieht, wie Gemüse wächst, steigt das Vertrauen in das eigene Essen.

Gesündere, wertvollere Lebensmittel

Alte Gemüsesorten sind aromatischer, nährstoffreicher und bringen mehr Vielfalt auf den Teller, wodurch sie unsere Gesundheit fördern.

Durch die kurze Zeit zwischen Ernte und Verzehr sind die Lebensmittel frischer, d.h. Aromen und Nährstoffe gehen nicht während eines langen Transports verloren. Und wenn man das eigene Essen mit eigenen Augen wachsen sieht, schmeckt es sowieso tausend Mal besser! 

Das Gesicht hinter Dachgemüse

Hallo, ich bin Anna, die Gründerin von Dachgemüse und gebürtige Erfurterin.
Alles begann Anfang 2016 in Duisburg. Damals hatte ich eine kleine Zweiraumwohnung mit einer 40 m² großen Dachterrasse. Ohne nennenswerte Vorkenntnisse, aber mit zwei grünen Daumen ausgestattet, begann ich Gemüse, Kräuter und Beeren in Kübeln anzupflanzen. Binnen weniger Monate entstand aus der tristen Dachfläche ein essbarer Garten. Das Gärtnerfieber hat mich nicht mehr losgelassen: jedes Jahr mussten neue, unbekannte Gemüsesorten angebaut, Gärtnerbücher gelesen und Fotos gepostet werden.

Neben Unmengen an Saatguttütchen sammelten sich über die Jahre auch jede Menge Follower an, ich bekam erste Anfragen von Fernsehsendern und beschloss, dass Dachgemüse mehr ist als nur ein Hobby. 2021 habe ich dann den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und ein Geschäftsmodell mit drei Säulen aufgebaut:

  1. Einen Online-Shop für Saatgut und Jungpflanzen speziell für Balkongärtner
  2. Workshops und Seminare rund ums Thema Urban Gardening
  3. Gemüse-Boxen von städtischen Brach- und Dachflächen

Mal sehen was die Zukunft noch bringt.  

Referenzen

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