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Aussaat im Februar

Im Februar beginnt die Aussaatsaison. Sowohl Outdoor, als auch Indoor können schon die ersten Pflanzen ausgesät und vorgezogen werden. Und welchem Gärtner hat es bei den Temperaturen am letzten Wochenende nicht im grünen Daumen gekribbelt? Also ran an das Saatgut und los!

Anzucht-Gewächshaus

Indoor-Aussaat im Februar

Vor allem sehr wärmeliebende Pflanzen sollten bereits im Februar ausgesät werden, um die Vegetationsperiode zu verlängern. Sät man sie zu spät aus, reicht die Zeit nicht aus, um Früchte auszubilden und eine Ernte einzufahren. Dazu gehören:

  • Auberginen
  • Paprika
  • Chili
  • Physalis
  • ggf. Tomaten (es genügt auch eine Aussaat im März).

Die Pflänzchen werden Indoor vorgezogen und dürfen erst nach den Eisheiligen (15. Mai) nach Draußen umziehen. Bis dahin besteht noch lebensgefährliche Frostgefahr.

Wichtig für die Vorkultur in der Wohnung sind ausreichend Licht und Wärme. Ihr solltet ein Fenster mit Südausrichtung haben, an dem ihr die Pflanzen aufziehen könnt, da sonst das natürliche Tageslicht noch nicht ausreicht. Alternativ kann man zu künstlicher Beleuchtung greifen.

Außerdem benötigen alle oben genannten Pflanzen Bodentemperaturen von mindestens 20°C, eher 22°C, um zu keimen. Eventuell ist eine zusätzliche Beheizung erforderlich. Auf die Heizung würde ich die Anzuchtgefäße nicht stellen, weil sie dort schnell austrocknen und es auch zu warm werden kann.

Für die Vorkultur haben sich kleine Anzuchtgewächshäuser bewährt.

Für die Auspflanzung ins Freiland im März/April können außerdem schon Fenchel und Kopfsalat vorgezogen werden.

Outdoor-Aussaat im Februar

Auch Outdoor können schon die ersten Gemüsepflanzen gesät werden. Dazu gehören:

  • Puffbohnen
  • Knoblauch
  • Asiasalate
  • Robuste Pflücksalate, wie Rucola
  • Johanniskraut

Je früher man die Puffbohnen aussät, desto gesünder entwickeln sie sich. Zu warme Temperaturen mögen sie nicht und fangen an zu kränkeln. Der Februar ist also der perfekte Monat um Puffbohnen auszusäen. Damit eigenen sie sich auch prima als Vorkultur, weil sie den Boden verbessern und ideal für z.B. Nachtschattengewächse vorbereiten.

Wenn man Knoblauchzehen noch nicht im Herbst gesteckt hat, kann man das jetzt im Februar noch nachholen.

Für die Aussaat im Februar eignen sich außerdem diverse, frostfeste Salate. Dazu gehören Asiasalate, wie Mizuna oder red Gigant, Rucola und Schnittzichorien.

Das Johanniskraut treibt zwar erst im April aus, benötigt jedoch einen Kältereiz, um zu keimen. Deshalb sollte man es am besten schon im Januar/Februar aussäen.

Grüne Grüße von Dachgemüse!

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Was im September noch in die Erde kann

Winterfeste Salate

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Was jetzt auf jeden Fall geht, sind Salate. Vor allem Asia-Pflücksalate, wie Mizuna oder roter Blattsenf wachsen um diese Jahreszeit problemlos. Da sie frostresisten sind, kann man sie über den ganzen Winter hinweg abernten und sich so einen vitaminreichen Frischekick verschaffen. Ebenso gut geeignet ist Ruccola. Typische, heimische Wintersalate sind Feldsalat und Winterpostelein. Bei der Aussaat ist zu beachten, dass diese Sorten einen Kältereiz benötigen, um zu keimen. Wenn die Temperatur Nachts noch nicht die 10°C Marke unterschreitet, kann man sich einem einfachen Trick bedienen und das Saatgut mit feuchter Erde bedeckt über Nacht in den Kühlschrank legen.

Zwiebelgewächse

Mitte September ist außerdem die perfekte Zeit um Knoblauch zu pflanzen. Einfach die Knofizehen ca. 5 cm tief in die Erde stecken und abwarten. Die fertigen Knollen können dann nächstes Jahr im Sommer geerntet werden. Auch die Aussaat von Lauchzwiebeln, vor allem der „Winterheckenzwiebel“ oder von Kopfzwiebeln lohnt sich jetzt noch. Das frostfeste Zwiebelgewächs bildet immer wieder frische Triebe, die über den gesamten Winter abgeerntet werden können. Jetzt ist ebenfalls der richtige Zeitüunkt für die Aussaat von Gemüsezwiebeln. Safranzwiebeln Genauso wie Zwiebelgewäche, die wir in der Küche verarbeiten, vermehren sich auch viele Blumen über Zwiebelknollen. Jetzt ist auch für das setzen von Blumenzwiebeln ein guter Zeitpunkt. Besonders erwähnt sei hier der Safran-Krokuss, den ich diese Woche eingepflanzt habe – in der Hoffnung bald meine eigenen Safranfäden zu ernten.

Kohl

Die Aussaat von Pak Choi (Senfkohl) sollte jetzt auch noch im Freiland gelingen. In geschützter Lage kann aber auch noch Kohlrabi kultiviert werden. Wenn man gefrorenen Kohlrabi wieder auftauen lässt und dann aberntet, schmeckt er besonders mild.

Kräuter

Folgende Kräuter können Mitte September noch ausgesät werden.
  • Petersilie
  • Koriander
  • Kresse
  • Dill
  • Kerbel
  • Oregano
Oregano, Petersilie, Kerbel und Koriander sind sogar frostfest. Auch Minze überwintert problemlos. Selbst wenn die oberirdischen Teile absterben, treibt sie im nächsten Jahr neu aus.

Blumen

Ringelblumen können jetzt noch ausgesät werden und schaffen es mit etwas Glück sogar noch bis zur Blüte. Im September ausgesäte Kamille blüht dann im nächsten Frühjahr.

Was man sonst noch im September aussäen kann:

Radieschen
  • Spinat und die spinatähnliche Gartenmelde
  • Mangold, am liebsten den Bunten (ebenfalls frostfest)!
  • Radieschen werden mit ihrer kurzen Kulturdauer von 4 Wochen locker noch reif
  • Erdbeeren, wenn der September noch recht mild ist, wie in diesem Jahr und es erst spät zu Nachfrösten kommt, kann man auch jetzt noch junge Erdbeerpflanzen auspflanzen.

Gründüngung

Außerdem ist jetzt der ideale Zeitpunkt um eine Gründüngung vorzunehmen, um abgeerntete Beete über die Wintermonate vor der Witterung zu schützen und dem Boden wieder organische Substanz zuzuführen.Viele Pflanzen eignen sich als Gründüngung, hier seien drei genannt:
  • Gelbsenf, sollte nicht in der Fruchtfolge mit Kohlgewächsen, Radieschen, Rettichen oder Asiasalaten gepflanzt werden
  • Lupinen, sollten nicht vor oder nach Erbsen und Bohnen wachsen
  • Phacelia (Bienenfreund) verträgt sich nicht mit Borretsch
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Aussaat im März – Vorfrühling

Gestern habe ich im Baumarkt reichlich Erde besorgt. Das mit der Erde hat mich schon etwas überfordert. Ich wusste garnicht, dass es 1000 verschiedene Sorten Erde gibt und worauf man bei der Auswahl achten muss. Mit dieser Thematik muss ich mich nochmal in Ruhe auseinander setzen. Ich habe einfach mal verschiedenste Erden gekauft, deren Titel eine Eignung für meine Zwecke vermuten liesen: Tomaten- und Gemüseerde, Kübelpflanzenerde, Bio-Gemüseerde und Universalerde. Bereits vor einigen Wochen hatte ich ein ebay Schnäppchen gemacht und 12 Gemüsekisten für 50 Euro erstanden. Normalerweise sind die wesentlich teurer. Ich finde sie einfach praktisch, weil man sie stapeln und zusammenklappen kann. Sie sind witterungsbeständig und lebensmittelecht. So läuft man nicht Gefahr, dass irgendwelche Weichmacher in die Erde diffundieren und das Gemüse kontaminieren. In Foren und Büchern liest man meist, dass die Kisten vor dem befüllen mit Erde noch mit einer Folie (Teichfolie) ausgekleidet werden. Ich habe mich dafür entschieden einfachen Jutestoff zu nehmen – aus ökologischen Gründen. [gallery ids="289,278,312,318" type="rectangular" orderby="rand"] Ich habe jeweils drei Kisten gestapelt, weil sie dann eine praktische Arbeitshöhe haben. Dann ein bisschen Jute reingelegt und das Ganze mit Erde befüllt. Danach die Samen drauf, Erde drübber, gießen, beschriften und fertig! Für die Pastinaken habe ich als neues Zuhause einen Pflanzsack aus einer Art Filz ausgewählt, da diese ja etwas mehr Platz nach unten brauchen. Diese Pflanzsäcke sind im Vergleich zu richtigen Pflanzkübeln auch relativ günstig und einfach händelbar.  Unter die Erde habe ich noch etwas Sand gemischt, weil Pastinaken das wohl ganz gern haben… [gallery ids="298,297,286" type="square"] Und zu guter letzt der Spinat. Für ihn habe ich einen Blumenkasten mit Wasserspeicher auserkoren. Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Auch in den Blumenkasten habe ich einfach Erde gepackt, Samen drauf, etwas Erde drübber, gießen und fertig! Ich habe dabei einfach frei Schauze immer irgendeine andere Erde verwendet. Wir werden ja sehen was dabei herauskommt. Im Blumenkasten daneben habe ich bereits vor 2 Wochen Asiasalate ausgesät. Bis jetzt tut sich allerdings nichts. Da heißt es wohl weiter geduldig warten! [gallery ids="306,309,266" type="rectangular"] Jetzt bin ich gespannt wann die ersten Pflänzchen zu sehen sein werden.]]>

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Erster Samen in der Erde

Einfache Schritt-für- Schritt-Anleitung für die Anzucht von Gemüse auf dem Fensterbrett:

  1. Füllt eure Anzuchtschale mit Aufzuchterde
  2. Verteilt die Samen gleichmäßig auf der Erde
  3. Bedeckt die Samen mit einer weiteren Schicht Erde
  4. Gießt die bedeckten Samen vorsichtig mit Wasser
  5. Stellt die Schale ggf. mit Deckel an einen warmen, sonnigen Platz und wartet.
[gallery ids="153,241,242,240" type="rectangular"] Für die, die es doch lieber etwas genauer wissen wollen, hier die Einzelheiten: zu 1. Als Anzuchtschale könnt ihr alle denkbaren Gefäße verwenden. Flache Tupperdosen, Backbleche, Teller oder von mir aus auch Schuhkartons. Die Anzuchterde sollte möglichst steril und nährstoffarm sein. Kauft einfach fertige Anzuchterde im Gartenmarkt, dann braucht ihr euch darüber keine weiteren Gedanken machen. Gerade jetzt Ende Februar/ Anfang März gibt es die auch in vielen Supermärkten zu kaufen. Verteilt die Erde einfach gleichmäßig in eurem Gefäß und zwar bis knapp unter den Rand. Wenn zuviel Rand übersteht, wirft dieser einen Schatten und nimmt euren Sprösslingen Licht weg. Drückt die Erde ein bisschen mit der flachen Hand an, damit sie nicht zu locker ist. zu 2. ich habe zu Beginn meine Anzuchtschale in vier kleinere Karrees aufgeteilt und vier verschiedene Samensorten benutzt – Zwei Tomatensorten, Aubergine und Chili. Alles typische Pflanzen, die auf jeden Fall auf dem Fensterbrett vorgezogen werden sollten, weil die Reifeperiode im Freiland nicht ausreicht, um einen vernünftigen Ertrag zu erzielen. Die Samen gebe ich einfach auf die Erde. Wenn ihr auch verschiedene Samen gleichzeitig zieht, solltet ihr die Beschriftung nicht vergessen. zu 3. Man unterscheidet bei Pflanzen in Licht- und Dunkelkeimer. Also in Samen, die nur in Dunkelheit keimen und solche, die nur bei Licht keimen. Der Großteil gehört jedoch zur Kategorie der Dunkelkeimer. Deswegen müssen die Samen mit einer zusätzlichen Schicht Erde bedeckt werden, so 2 – 3cm sind völlig ausreichend. Auch hier die Erde wieder etwas andrücken. zu 4. Wasser ist das wichtigste, um die Samen zum keimen zu bringen. Die Samen sollten immer feucht gehalten werden. Das austrocknen der Erde lässt sich vermeiden, indem man eine Plastikhaube einsetzt. Hierfür eignet sich auch herkömmliche Frischhaltefolie, transparente Tupperdosen, Plastikflaschen ohne Boden oder Einweggläser. Diese Hauben erzeugen ein wunderbares Treibhausklima im Inneren. Die Feuchtigkeit kann nicht verdunsten und es ist tropisch warm. Auch euren Jungpflänzchen wird das hervorragend gefallen. Wichtig ist, dass regelmäßig Frischluft unter die Haube kommt. Das könnt ihr mit kleinen Abstandshaltern bewerkstelligen (Zahnstocher, Eisstiele,…),  Löcher in die Frischhaltefolie stechen oder von den Plastikflaschen einfach den Deckel abdrehen. In jedem Falle müsst ihr die Samen begießen, nachdem sie unter die Erde gekommen sind. Damit ihr sie nicht mit einem fetten Wasserstrahl wegschwämmt, packt ihr am besten so einen Brauseausfsatz auf eure Gießkanne oder benutzt eine Wassersprühflasche. zu 5. Der Standort für euren Aufzuchtkasten sollte hell, warm und windstill sein. Am besten also ein Fensterbrett zur Südseite. Direkt auf dem Fensterbrett könnte kalte Luft durch den Fensterspalt ziehen und für eure Zöglinge ungenehm werden. Auch der Fensterrahmen klaut möglicherweise wertvolles Licht, von dem es vor allem im Februar noch viel zu wenig gibt. Ihr könnt einfache Abhilfe schaffen indem ihr eure Anzuchtschale aufbockt, z.B. auf ein paar Bücher oder eine Kiste. Das schützt vor kalter Zugluft von unten und bringt sie näher ans Licht.

Und jetzt heißt es warten!

Meine ersten Tomatenpflänzchen waren bereits nach einer Woche zu sehen. Die Auberginen- und Chilisamen haben etwa zwei Wochen gebraucht. Habt einfach Geduld und guckt hin und wieder ob die Erde noch feucht genug ist.]]>