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Einsames Gemüse

Pflanzen für längere Abwesenheit präparieren Alle haben natürich nochmal reichlich zu Trinken bekommen. Um aber zu verhindern, dass sie zu schnell austrocknen, habe ich sie zusätzlich in Frischhaltefolie gepackt. Das verhindert, dass die Erde zu schnell austrocknet. Verdunstendes Wasser sammelt sich an der Folie und tropft wieder runter. Quasi ein Bewässerungs-Perpetuum-Mobile. Außerdem bildet sich unter der Folie ein schönes Treibhauseffekt, der zusätzlich förderlich für das Pflanzenwachstum ist. Oft nehme ich auch leere Plastikflaschen als Gewächshausersatz. Einfach den Boden abschneiden, Deckel abschrauben und über die Pflanzen stülpen – hat den gleichen Effekt, wie die Folienverkleidung. Wichtig ist, dass zumindest noch ein wenig Luftaustausch stattfinden kann. Also das Grünzeug besser nicht komplett hermetisch abriegeln! Vor allem wenn die Sonne scheint, wird es schnell warm hinterm Fenster und die Erde trocknet rasch aus. Aber auch nach den 5 Tagen war die Erde immernoch schön feucht und meinen Zöglingen geht es blendend! IMAG3225IMAG3226

Sturmwarnung

Viel größerer Sorgen bereitete mir jedoch die am Sonntag verkündete Sturmwarnung. Starke Böen mit bis zu 95km/h waren angesagt. Meine Dachterrasse ist dem Wind schutzlos ausgeliefert, was schon desöfteren zu kleineren Schäden geführt hat. Aber mit der Zeit habe ich daraus gelernt und ein paar Vorkehrungen getroffen. Ganz ohne Folgen sind die Böen jedoch nicht geblieben, aber der Schaden war überschaubar und konnte schnell behoben werden. Schadensbilanz:
  • Grill umgeschmissen
  • Kunstrasen umgeklappt
  • Leere Gemüsekisten und Rattanmöbel durch die Gegend gepustet
  • 2 Erdbeerblätter abgeknickt
  • 1 Himbeerzweig abgebrochen
Also nichts, was man seiner Versicherung in Rechnung stellen könnte 😉 IMAG3229IMAG3228

Erfreuliche Aussaaterfolge

Neben dem Schadensausmaß gab es auch einige positive Dinge zu entdecken. Während meiner Abwesenheit hat draußen einiges angefangen zu keimen. Da es in den Tagen immer mal wieder geregnet hat, ist zum Glück nichts ausgetrocknet. Vor allem die Radieschen sind ordentlich gekeimt. Aber auch Kohlrabi, Spinat und die Blattsalate haben sich nicht lumpen lassen und zeigen erste Sprossen. Nur die Pastinaken und Frühlingszwiebeln, welche ich zur gleichen Zeit ausgesät habe, wollen nicht so recht. Keine Ahnung warum! Abwarten heißt die Devise – denn das gärtnern lehrt einem schließlich geduldig zu sein. [gallery ids="636,635,634,633,632" type="square"]]]>

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Erster Samen in der Erde

Einfache Schritt-für- Schritt-Anleitung für die Anzucht von Gemüse auf dem Fensterbrett:

  1. Füllt eure Anzuchtschale mit Aufzuchterde
  2. Verteilt die Samen gleichmäßig auf der Erde
  3. Bedeckt die Samen mit einer weiteren Schicht Erde
  4. Gießt die bedeckten Samen vorsichtig mit Wasser
  5. Stellt die Schale ggf. mit Deckel an einen warmen, sonnigen Platz und wartet.
[gallery ids="153,241,242,240" type="rectangular"] Für die, die es doch lieber etwas genauer wissen wollen, hier die Einzelheiten: zu 1. Als Anzuchtschale könnt ihr alle denkbaren Gefäße verwenden. Flache Tupperdosen, Backbleche, Teller oder von mir aus auch Schuhkartons. Die Anzuchterde sollte möglichst steril und nährstoffarm sein. Kauft einfach fertige Anzuchterde im Gartenmarkt, dann braucht ihr euch darüber keine weiteren Gedanken machen. Gerade jetzt Ende Februar/ Anfang März gibt es die auch in vielen Supermärkten zu kaufen. Verteilt die Erde einfach gleichmäßig in eurem Gefäß und zwar bis knapp unter den Rand. Wenn zuviel Rand übersteht, wirft dieser einen Schatten und nimmt euren Sprösslingen Licht weg. Drückt die Erde ein bisschen mit der flachen Hand an, damit sie nicht zu locker ist. zu 2. ich habe zu Beginn meine Anzuchtschale in vier kleinere Karrees aufgeteilt und vier verschiedene Samensorten benutzt – Zwei Tomatensorten, Aubergine und Chili. Alles typische Pflanzen, die auf jeden Fall auf dem Fensterbrett vorgezogen werden sollten, weil die Reifeperiode im Freiland nicht ausreicht, um einen vernünftigen Ertrag zu erzielen. Die Samen gebe ich einfach auf die Erde. Wenn ihr auch verschiedene Samen gleichzeitig zieht, solltet ihr die Beschriftung nicht vergessen. zu 3. Man unterscheidet bei Pflanzen in Licht- und Dunkelkeimer. Also in Samen, die nur in Dunkelheit keimen und solche, die nur bei Licht keimen. Der Großteil gehört jedoch zur Kategorie der Dunkelkeimer. Deswegen müssen die Samen mit einer zusätzlichen Schicht Erde bedeckt werden, so 2 – 3cm sind völlig ausreichend. Auch hier die Erde wieder etwas andrücken. zu 4. Wasser ist das wichtigste, um die Samen zum keimen zu bringen. Die Samen sollten immer feucht gehalten werden. Das austrocknen der Erde lässt sich vermeiden, indem man eine Plastikhaube einsetzt. Hierfür eignet sich auch herkömmliche Frischhaltefolie, transparente Tupperdosen, Plastikflaschen ohne Boden oder Einweggläser. Diese Hauben erzeugen ein wunderbares Treibhausklima im Inneren. Die Feuchtigkeit kann nicht verdunsten und es ist tropisch warm. Auch euren Jungpflänzchen wird das hervorragend gefallen. Wichtig ist, dass regelmäßig Frischluft unter die Haube kommt. Das könnt ihr mit kleinen Abstandshaltern bewerkstelligen (Zahnstocher, Eisstiele,…),  Löcher in die Frischhaltefolie stechen oder von den Plastikflaschen einfach den Deckel abdrehen. In jedem Falle müsst ihr die Samen begießen, nachdem sie unter die Erde gekommen sind. Damit ihr sie nicht mit einem fetten Wasserstrahl wegschwämmt, packt ihr am besten so einen Brauseausfsatz auf eure Gießkanne oder benutzt eine Wassersprühflasche. zu 5. Der Standort für euren Aufzuchtkasten sollte hell, warm und windstill sein. Am besten also ein Fensterbrett zur Südseite. Direkt auf dem Fensterbrett könnte kalte Luft durch den Fensterspalt ziehen und für eure Zöglinge ungenehm werden. Auch der Fensterrahmen klaut möglicherweise wertvolles Licht, von dem es vor allem im Februar noch viel zu wenig gibt. Ihr könnt einfache Abhilfe schaffen indem ihr eure Anzuchtschale aufbockt, z.B. auf ein paar Bücher oder eine Kiste. Das schützt vor kalter Zugluft von unten und bringt sie näher ans Licht.

Und jetzt heißt es warten!

Meine ersten Tomatenpflänzchen waren bereits nach einer Woche zu sehen. Die Auberginen- und Chilisamen haben etwa zwei Wochen gebraucht. Habt einfach Geduld und guckt hin und wieder ob die Erde noch feucht genug ist.]]>