Veröffentlicht am 1 Kommentar

Dachgarten und Balkon winterfest machen

7 Dinge die Ihr vor dem ersten Frost noch erledigen solltet!

1. Frostempfindliche Gemüse abernten

Sämtliches Fruchtgemüse (Tomaten, Gurken, Auberginen, etc.) sollte spätestens jetzt abgeerntet werden. Auch das meiste Wurzelgemüse (Karotten, Rote Beete, Kartoffeln) sollte dringend vor dem ersten Frost aus der Erde.

Zu den frostfesten Wurzelgemüsen gehören Topinambur, Pastinaken und Schwarzwurzeln – sie können auch über den Winter in der Erde bleiben und je nach Bedarf frisch geerntet werden. Auch Kohlpflanzen sind in den meisten Fällen frostunempfindlich und können stehen bleiben.

[gallery ids="1842,1819,1836" type="circle"]

2. Kräuter und Co. zurückschneiden

Auch bei den Kräutern gibt es frostempfindliche und winterfeste Sorten. Die meisten mehrjährigen, mediterranen Kräuter vertragen Minusgrade gut, dazu gehören Rosmarin, Thymian, Oregano und Bohnenkraut. Frische Triebe sollten jetzt noch geerntet werden, da das Wachstum über den Winter stagniert. Petersilie, Koriander, Kresse und Schnittlauch sind ebenfalls frostfest und können laufend über die Wintermonate abgeerntet werden. Zitronenmelisse, Minze und Liebstöckel gehen bei Minustemperaturen zwar ein, treiben dann aber im nächsten Frühjahr wieder aus. Diese Kräuter solltet ihr jetzt also am besten komplett abernten. Basilikum überlebt den Winter nicht und sollte ebenfalls vor dem ersten Frost komplett abgeerntet werden. [gallery ids="1831,1823,1822" type="circle"]

3. Ernte einlagern/konservieren

Die abgeernteten Gemüse und Kräuter müssen natürlich verwertet werden. Kräuter werden am besten Bündelweise aufgehangen und getrocknet. Man kann sie aber auch klein hacken und in Eiswürfelformen einfrieren oder man macht Kräuteröle oder -Liköre daraus. Wurzelgemüse lässt sich lange lagern. Am besten in mit Sand gefüllten Kisten bei niedrigem Temperaturen im Keller oder Speisekammer (falls vorhanden). Da die Erträge von der Terrasse aber meist überschaubar sind, kann man am besten direkt alles aufessen (meine bevorzugte Variante!). Falls es Euch doch zu viel wird, greift zu den klassischen Tricks von Oma – Einmachen, Einfrieren, Einlegen. Ihr habt zu viele Chilis geerntet? Dann empfehle ich Euch diese Selbstgemachte Sweet Chili Sauce. [gallery ids="1841,1824,1829" type="circle"]

4. Saatgut gewinnen

Wenn es bei Euch genauso aussieht, wie bei mir, dann stehen überall verwelkte Stängel von Kräutern, Salaten und co. mit Samenkapseln. Wenn ihr die Samen für eine gezielte Aussaat im nächsten Jahr nutzen wollt, dann erntet sie jetzt vorsichtig ab. Dunkel und trocken gelagert, ist das meiste Saatgut mehrere Jahre keimfähig. Ihr könnt Sie aber auch einfach stehen lassen und euch im nächsten Jahr überraschen lassen wo sich die Pflanzen überall selbst ausgesät haben. Petersilie, Radieschen und Salate überlasse ich gern mal dem Zufall. [gallery ids="1827,1839,1825" type="circle"]

5. Beete abdecken und vor Witterung schützen

Viele Kisten und Kästen sind inzwischen trostlos leer und damit der Witterung voll ausgesetzt. Wind und Kälte haben so freie Angriffsfläche und zerstören das Bodengefüge und schaden den Bodenlebewesen. Daher ist es sinnvoll die Beete abzudecken. Die beste Variante sind lebende Pflanzen, die den ganzen Winter über im Beet stehen bleiben und den Boden bedecken, insbesondere Gründüngungspflanzen, wie z.B. Ackersenf. In Kübeln, in denen das Jahr über Starkzehrer wuchsen und keine Gründüngung vorgesehen ist, solltet ihr vor der Winterpause noch etwas Kompost untergraben, um dem Boden die notwendigen Nährstoffe zurückzugeben. Wenn Ihr keine lebende Beetabdeckung in Form von Pflanzen habt, könnt ihr die Beete  auch mit anderen organischen Materialien abdecken, wie z.B. Laub, Stroh, Mulch oder den restlichen Pflanzenteilen Eurer Ernte. So schützt ihr nicht nur den Boden sondern führt der Erde auch gleich wieder Nährstoffe zu. Achtung! Macht nicht den gleichen Fehler wie ich und sammelt Waldlaub, um eure Pflanzkübel damit abzudecken. Ich habe mir dadurch im letzten Jahr Schneckeneier eingeschleppt und seitdem eine Schneckenplage auf der Dachterrasse, wie ihr auch hier nachlesen könnt: Schneckenplage. [gallery ids="1849,1852,1818" type="circle"]

6. Wasser abdrehen

Wenn Ihr einen Wasseranschluss oder sogar ein Bewässerungssystem auf der Terrasse habt, solltet ihr dieses nun abstellen bzw. abbauen. Alle Leitungen und Schläuche sollten entleert werden. Meine Bewässerungssysteme wandern über den Winter komplett in den Keller. Nur die Regentonne darf stehen bleiben. Vergesst aber nicht trotzdem gelegentlich zu gießen, vor allem wenn es lange keinen Niederschlag gab. Auch wenn gerade nichts in euren Balkonkästen wächst, erhaltet ihr so das Bodenleben, welches für eine gesunde Erde besonders wichtig ist. [gallery ids="1846,1847" type="circle" columns="2"]

7. Mehrjährige Pflanzen vor Frost schützen

Die Pflanzen die über die Winterzeit im Kübel bleiben, müssen vor Frost geschützt werden. Bei mir sind das z.B. Feige, Granatapfel und Banane. Solche Pflanzen solltet Ihr in eine windgeschützte Ecke mit einer an die Wohnung grenzenden Wand schieben – dort bleibt es am wärmsten. Wenn es sehr kalt wird und Eure Terrasse sehr stark der Witterung ausgesetzt ist, könnt Ihr die Kübel zusätzlich in Decken oder Fließ einwickeln, um sie vor Frost zu schützen.  ]]>

Veröffentlicht am 2 Kommentare

Aussaat im März – Vorfrühling

Gestern habe ich im Baumarkt reichlich Erde besorgt. Das mit der Erde hat mich schon etwas überfordert. Ich wusste garnicht, dass es 1000 verschiedene Sorten Erde gibt und worauf man bei der Auswahl achten muss. Mit dieser Thematik muss ich mich nochmal in Ruhe auseinander setzen. Ich habe einfach mal verschiedenste Erden gekauft, deren Titel eine Eignung für meine Zwecke vermuten liesen: Tomaten- und Gemüseerde, Kübelpflanzenerde, Bio-Gemüseerde und Universalerde. Bereits vor einigen Wochen hatte ich ein ebay Schnäppchen gemacht und 12 Gemüsekisten für 50 Euro erstanden. Normalerweise sind die wesentlich teurer. Ich finde sie einfach praktisch, weil man sie stapeln und zusammenklappen kann. Sie sind witterungsbeständig und lebensmittelecht. So läuft man nicht Gefahr, dass irgendwelche Weichmacher in die Erde diffundieren und das Gemüse kontaminieren. In Foren und Büchern liest man meist, dass die Kisten vor dem befüllen mit Erde noch mit einer Folie (Teichfolie) ausgekleidet werden. Ich habe mich dafür entschieden einfachen Jutestoff zu nehmen – aus ökologischen Gründen. [gallery ids="289,278,312,318" type="rectangular" orderby="rand"] Ich habe jeweils drei Kisten gestapelt, weil sie dann eine praktische Arbeitshöhe haben. Dann ein bisschen Jute reingelegt und das Ganze mit Erde befüllt. Danach die Samen drauf, Erde drübber, gießen, beschriften und fertig! Für die Pastinaken habe ich als neues Zuhause einen Pflanzsack aus einer Art Filz ausgewählt, da diese ja etwas mehr Platz nach unten brauchen. Diese Pflanzsäcke sind im Vergleich zu richtigen Pflanzkübeln auch relativ günstig und einfach händelbar.  Unter die Erde habe ich noch etwas Sand gemischt, weil Pastinaken das wohl ganz gern haben… [gallery ids="298,297,286" type="square"] Und zu guter letzt der Spinat. Für ihn habe ich einen Blumenkasten mit Wasserspeicher auserkoren. Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Auch in den Blumenkasten habe ich einfach Erde gepackt, Samen drauf, etwas Erde drübber, gießen und fertig! Ich habe dabei einfach frei Schauze immer irgendeine andere Erde verwendet. Wir werden ja sehen was dabei herauskommt. Im Blumenkasten daneben habe ich bereits vor 2 Wochen Asiasalate ausgesät. Bis jetzt tut sich allerdings nichts. Da heißt es wohl weiter geduldig warten! [gallery ids="306,309,266" type="rectangular"] Jetzt bin ich gespannt wann die ersten Pflänzchen zu sehen sein werden.]]>