Gartensaison 2017 – Zusammenfassung

Urbaner Dachgarten

Hello liebe Gemüsesympathisanten,

die Gartensaison neigt sich dem Ende – Zeit mal wieder einen Blog-Beitrag zu verfassen. 😉

Dieses Jahr war einfach so wunderbares Wetter, dass ich die Zeit lieber draußen im Dachgarten verbracht habe, als drinnen am PC zu sitzen und zu schreiben.

Zwar haben alle ständig über das Wetter gemeckert, aber ich kann mich ernstaft fast ausschließlich an warme, sonnige Wochenenden erinnern. 😀☀😎  Egal ob Berlin, Leipzig, Erfurt, Hamburg oder Ruhrpott – die Sonne war mein treuer Begleiter.

Zurück zum Dachgemüse – in meinem Urbanen Garten ist einiges passiert. Nach dem Umzug im Februar musste eine neue Dachterrasse mit einer Größe von 36m2 neu begrünt werden. Was haben meine Umzugshelfer geflucht, die ganzen Pflanzkübel von A nach B zu schleppen! 🙈 Aber Dank ihnen konnte ich pünktlich im Februar die Gartensaison eröffnen und die ersten Pflänzchen aufziehen.

Die Mühe hat sich gelohnt und so sah es am 19. Juli wunderbar grün aus in meinem zweiten Wohnzimmer.

Dachgarten, Rooftopgarten, Urban Garden
Dachterrassenpanorama am 19. Juli 2017

Insgesamt habe ich 78 verschiedene Pflanzen in 54 Pflanzgefäßen angebaut – Gemüse, Kräuter, Beeren uns essbare Blüten. Keine Pflanze, die nicht irgendwie nutzbar wäre.

Dieses Jahr habe ich versucht mehr mit Mischkulturen zu arbeiten und mehrere, verschiedene Pflanzen gemeinsam in einem Kübel anzupflanzen, die sich im Idealfall unterstützen. Das hat unterschiedlich gut funktioniert. Meine Favoritenkombination waren ganz eindeutig Erdbeeren mit Lavendel! Einen Überblick welche Pflanzen ich zusammen gepflanzt habe und wie gut das Zusammenleben geklappt hat, findet ihr in einem separaten Beitrag.

Meine Favoritenpflanze in diesem Jahr war die „Lila Luzi“, eine Chiliart deren Früchte von lila, über weiß, gelb, orange zu rot reifen und somit wunderbar dekorativ aussehen. Der Ertrag war riesig und vom Schärfegrad finde ich sie ideal. Ich habe sie eingefroren, getrocknet, verschenkt und sie zu Sweet-Chili-Soße, Chilipulver und Chiliöl verarbeitet.

Und hier meine Liste was es sonst noch so gab:

  • 2 Sorten Auberginen
  • 3 Sorten Basilikum
  • Essbare Blüten
  • Blutampfer
  • Brennnessel
  • Stangenbohnen
  • Bohnenkraut
  • Brokkoli
  • Chili
  • Currykraut
  • Dill
  • Erdbeeren
  • Erdbeerspinat
  • Feldsalat
  • Fenchel
  • 2 Sorten Gurke
  • Heidelbeeren
  • 3 Sorten Himbeeren
  • Kapuzinerkresse
  • 3 Sorten Kartoffeln
  • Karotten
  • Knoblauch
  • Knoblauchgras
  • Kohlrabi
  • Koriander
  • Kresse
  • 2 Sorten Kürbis
  • Lavendel
  • Liebstöckl
  • Lorbeer
  • Mais
  • Majoran
  • Mangold
  • Honigmelone
  • 4 Sorten Minze
  • Oregano
  • 2 Sorten Paprika
  • Pastinaken
  • Petersilie
  • Puffbohnen
  • Physalis
  • Radieschen
  • Rosmarin
  • 2 Sorten Rote Beete
  • Salat
  • Salbei
  • Schnittlauch
  • Sellerie
  • Spinat
  • Süßkartoffeln
  • 2 Sorten Thymian
  • 5 Sorten Tomaten
  • Wasabi
  • Zitronengras
  • Zitronenmelisse
  • Zucchini
  • Zuckerschoten
  • Zwiebeln

Klingt übertrieben? Na ja ich steh auf Vielfalt und finde es faszinierend, dass man all diese Dinge einfach in Kübeln anbauen kann. Das mit den Kürbissen werde ich mir aber nächstes Jahr verkneifen – zu viel Aufwand für zu wenig Ertrag! 😀

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Alles blüht

Um diese Jahreszeit kommt man ja kaum zum schreiben, weil ständig was zu tun ist da draußen! Oder weil man das gute Wetter nutzt, um die selbstgeschaffene Oase zu genießen.

Alles blüht, wächst, gedeiht! Man muss ernten, gießen, düngen, Schädlinge bekämpfen, beschneiden und festbinden. Aber noch macht es Spaß und spätestens wenn das selbstgezogene Gemüse dann auf dem Teller liegt, hat sich die Arbeit gelohnt!

Vor Kurzem hat so ziemlich Alles angefangen zu blühen! Also wirklich alles! Vor allem die Pflanzen, die nicht blühen sollen, weil ich ihre Blätter oder Wurzeln verzeheren will. Vor allem meine Kräuter: Basilikum, Dill, Koriander, Salbei, Minze, Thymian und Schnittlauch. Alle blühen. Das sieht zwar schön aus, aber leider hat man dann nicht mehr lange was davon. Die Pflanzen stecken dann ihre ganze Kraft in die Ausbildung von Blüten und produzieren keine Blätter mehr, die ich ja verspeisen möchte.

Nun gut, die Blüten von Koriander und Schnittlauch kann man zum Glück auch noch essen. Die vom Dill eher nicht – die schmecken einfach nur bitter! Da ich mich nicht entscheiden konnte, habe ich manche Pflanzen einfach blühen lassen und bei anderen war ich immer fleißig hinterher den geringsten Ansatz einer Blüte rechtzeitig zu entfernen.

 

Neben den essbaren Kräuterblüten gibt es auch ein paar essbare Blüten auf meiner Terrasse, die nur für diesen Zwecke angebaut werden. Ein schöner Farbklecks im Salat. Dabei handelt es sich um Kapuzinierkresse, Borretsch, Ringelblumen und Kornblumen.

Aber nicht nur meine Kräuter blühen bunt durcheinander, auch mein Spinat, Salat und die Radieschen sind schon bei zeiten „in Saat geschossen“, wie der Fachmann sagt. Dann werden die Blätter leider bitter bzw. die Radieschen holzig. Die möchte man dann nicht mehr essen. Früher oder später passiert das immer, aber bei mir finge der ganze Kram schon nach wenigen Wochen an zu blühen, weil es zu warm und sonnig war. Daher sollte man für Salat, Spinat und Radie besser einen schattigen Standort wählen. Aber sowas gibt es ja nicht auf meiner Terrasse. Nun gut, ich habe sie einfach blühen lassen, um zu sehen was passiert und möglicherweise eigenes Saatgut zu gewinnen.

 

 

Aber auch das Gemüse, welches blühen soll, weil ich die Frückte essen möchte, ist inzwischen fleißig dabei. Zucchini, Erbsen, Tomaten, Gurken, Auberginen und Chili haben zum Teil wunderschönes Blüten.

 

 

Einsames Gemüse

Nach 5 Tagen Osertbesuch in der Heimat bin ich endlich wieder zurück und gespannt, wie meine Pflanzen wohl alleine zurecht gekommen sind. Da gerade die kleinen Pflänzcken am Anfang noch sehr empfindlich sind und nicht austrocknen dürfen, habe ich ein paar Vorkehrungen getroffen.

Pflanzen für längere Abwesenheit präparieren

Alle haben natürich nochmal reichlich zu Trinken bekommen. Um aber zu verhindern, dass sie zu schnell austrocknen, habe ich sie zusätzlich in Frischhaltefolie gepackt. Das verhindert, dass die Erde zu schnell austrocknet. Verdunstendes Wasser sammelt sich an der Folie und tropft wieder runter. Quasi ein Bewässerungs-Perpetuum-Mobile. Außerdem bildet sich unter der Folie ein schönes Treibhauseffekt, der zusätzlich förderlich für das Pflanzenwachstum ist.

Oft nehme ich auch leere Plastikflaschen als Gewächshausersatz. Einfach den Boden abschneiden, Deckel abschrauben und über die Pflanzen stülpen – hat den gleichen Effekt, wie die Folienverkleidung. Wichtig ist, dass zumindest noch ein wenig Luftaustausch stattfinden kann. Also das Grünzeug besser nicht komplett hermetisch abriegeln!

Vor allem wenn die Sonne scheint, wird es schnell warm hinterm Fenster und die Erde trocknet rasch aus. Aber auch nach den 5 Tagen war die Erde immernoch schön feucht und meinen Zöglingen geht es blendend!

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Sturmwarnung

Viel größerer Sorgen bereitete mir jedoch die am Sonntag verkündete Sturmwarnung. Starke Böen mit bis zu 95km/h waren angesagt. Meine Dachterrasse ist dem Wind schutzlos ausgeliefert, was schon desöfteren zu kleineren Schäden geführt hat. Aber mit der Zeit habe ich daraus gelernt und ein paar Vorkehrungen getroffen. Ganz ohne Folgen sind die Böen jedoch nicht geblieben, aber der Schaden war überschaubar und konnte schnell behoben werden.

Schadensbilanz:

  • Grill umgeschmissen
  • Kunstrasen umgeklappt
  • Leere Gemüsekisten und Rattanmöbel durch die Gegend gepustet
  • 2 Erdbeerblätter abgeknickt
  • 1 Himbeerzweig abgebrochen

Also nichts, was man seiner Versicherung in Rechnung stellen könnte 😉

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Erfreuliche Aussaaterfolge

Neben dem Schadensausmaß gab es auch einige positive Dinge zu entdecken. Während meiner Abwesenheit hat draußen einiges angefangen zu keimen. Da es in den Tagen immer mal wieder geregnet hat, ist zum Glück nichts ausgetrocknet.

Vor allem die Radieschen sind ordentlich gekeimt. Aber auch Kohlrabi, Spinat und die Blattsalate haben sich nicht lumpen lassen und zeigen erste Sprossen. Nur die Pastinaken und Frühlingszwiebeln, welche ich zur gleichen Zeit ausgesät habe, wollen nicht so recht. Keine Ahnung warum! Abwarten heißt die Devise – denn das gärtnern lehrt einem schließlich geduldig zu sein.

Fensterbrettrundgang…

Sooo, inzwischen sind meine Fensterbrettkapazitäten voll ausgeschöpft. Ich habe so viel ausgesäät, pikiert und umgepflanzt, dass die Plätze mit Tageslichtzugang knapp werden. Immerhin habe ich allein im Wohnzimmer 4 Fenster, die ich für meine Pflanzenaufzucht nutzen kann.

Heute gibt es eine kleine Führung durch meine Fensterbretter.

Fensterbrett Nummer 1:

Vor etwa einer Woche habe ich meine Chili und Auberginen Pflänzchen pikiert. Bereits am 30. Januar hatte ich sie ausgesät. Es dauerte über 2 Wochen bis sie begonnen hatten zu keimen. Seit dem Keimen sind allerdings schon wieder 4 Wochen vergangen und so wirklich gewachsen sind sie nicht. Ich hoffe, dass der Umzug vom Anzuchthäuschen in den eigenen Topf ihnen einen kleinen Wachstumsschub beschert.

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Fensterbrett Nummer 2:

Diese Fensterbank wird dominiert von meinen Tomaten. Die wachsen und gedeihen wirklich prächtig. Vor allem die Exemplare im Hintergrund sind mein ganzer Gärtnerstolz. Erstaunlich wie unterschiedlich schnell sie wachsen. Schließlich habe ich die Tomaten gleichzeitig mit Chili und Aubergine ausgesät und bei denen tut sich garnichts. Es handelt sich übrigens um die Sorten: Dattelwein und Black Cherry.

Mehr dazu hier: Erster Samen in der Erde und Die ersten Pflänzchen.

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Fensterbrett Nummer 3:

Links im Bild, die sprießenden Knoblauchzehen, wie in meinem vorherigen Beitrag zur   Erdbeer-Knoblauch-Symbiose  beschrieben. Das Bild vom Anzuchthaus ist noch etwas älter. Die Sprösslinge rechts im Haus sind die Chilis und Auberginen, die inzwischen in eigenene Töpfchen ins Fensterbrett Nummer 1 umgezogen sind.

In den Eierkartons links im Haus befinden sich zum einen Physalissamen, die inzwischen auch angefangen haben zu keimen. Allerdings hat das auch fast 3 Wochen gedauert.

Im andern Eierkarton habe ich Zitronengras ausgesät, welches nach ca. 1,5 Wochen angefangen hat zu keimen. Aber auch das entwickelt sich seeeehr langsam.

Recht im Bild haben wir noch – unschwer zu erkennen – Kartoffeln! Auch diese hatten, wie der Knoblauch, in meinem Vorratsschrank eigenmächtig angefangen zu keimen. Das habe ich natürlich direkt als Aufforderung verstanden die Kartoffeln einzupflanzen. Aber bis es so weit ist, haben sie einen Platz im Fensterbrett bekommen, um ihre Keimbildung voranzutreiben.

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Außerdem noch auf dem Fesnterbrett Nummer 3 zu finden. Ein Eierkarton mit Lavendelsamen. Bisher tut sich noch nichts, aber ich bin zuversichtlich, dass es bald los geht. Und rechts daneben Stevia (aka. Honigkraut). Das Süßgewächs gab es als Anpflanzset im Supermarkt um die Ecke, inklusive Substrat, Samen und Topf. Bereits nach einer Woche haben sich d0rt schon die ersten Keime gezeigt, die sich scheinbar auch gut entwickeln.

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Fensterbrett Nummer 4:

Avocado! Ok, die Avocados sind schon fast 1 Jahr alt. Ich weiß nicht mehr so genau, wann ich die Kerne in die Erde gesteckt habe. Auf jeden Fall ist es schon ein ganzes Weilchen her. Die beiden werden bei Gelegenheit mal in größere Töpfe kommen. Die Wurzeln gucken schon lange unten durch den Topfboden und warten darauf mehr zu erkunden.

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Erster Samen in der Erde

Am 30. Januar konnte ich es nicht mehr abwarten. Die Sonne schien und ich war shoppen – im Baumarkt! Es gab ein paar Blumenkübel, Gemüseerde, Anzuchterde, ein Foliengewächshaus und ein Miniatur-Anzucht-Gewächshaus fürs Fensterbrett.

Anfangs benötige ich lediglich mein Minigewächshaus und etwas Anzuchterde. Anzuchterde ist besonders nährstoffarm und steril. Dadurch wird das Wurzelwachtum der Pfläzchen gefördert und eine mögliche Schimmelbildung vermieden. Da die Erde vor allem zu Beginn immer schön feucht und warm sein sollte, um die Samen zum keimen zu bringen, ist auch die Gefahr von Schimmelbildung erhöht.

Die meisten Anleitungen, die ich gelesen habe, sind lang und das Ganze klingt komplizierter als es ist. Man bekommt schnell das Gefühl, dass man wahnsinnig viel falsch machen kann. Wenn ich mir überlege, dass die Menschen bereits vor über 12.000 Jahren Gemüse angebaut haben, kann das ja so schwer nicht sein. Deshalb hier meine einfache und kurze Anleitung, wie man Zuhause kleine Gemüsepflänzchen aus Saatgut zieht.

Einfache Schritt-für- Schritt-Anleitung für die Anzucht von Gemüse auf dem Fensterbrett:

  1. Füllt eure Anzuchtschale mit Aufzuchterde
  2. Verteilt die Samen gleichmäßig auf der Erde
  3. Bedeckt die Samen mit einer weiteren Schicht Erde
  4. Gießt die bedeckten Samen vorsichtig mit Wasser
  5. Stellt die Schale ggf. mit Deckel an einen warmen, sonnigen Platz und wartet.

Für die, die es doch lieber etwas genauer wissen wollen, hier die Einzelheiten:

zu 1. Als Anzuchtschale könnt ihr alle denkbaren Gefäße verwenden. Flache Tupperdosen, Backbleche, Teller oder von mir aus auch Schuhkartons.

Die Anzuchterde sollte möglichst steril und nährstoffarm sein. Kauft einfach fertige Anzuchterde im Gartenmarkt, dann braucht ihr euch darüber keine weiteren Gedanken machen. Gerade jetzt Ende Februar/ Anfang März gibt es die auch in vielen Supermärkten zu kaufen.

Verteilt die Erde einfach gleichmäßig in eurem Gefäß und zwar bis knapp unter den Rand. Wenn zuviel Rand übersteht, wirft dieser einen Schatten und nimmt euren Sprösslingen Licht weg. Drückt die Erde ein bisschen mit der flachen Hand an, damit sie nicht zu locker ist.

zu 2. ich habe zu Beginn meine Anzuchtschale in vier kleinere Karrees aufgeteilt und vier verschiedene Samensorten benutzt – Zwei Tomatensorten, Aubergine und Chili. Alles typische Pflanzen, die auf jeden Fall auf dem Fensterbrett vorgezogen werden sollten, weil die Reifeperiode im Freiland nicht ausreicht, um einen vernünftigen Ertrag zu erzielen.

Die Samen gebe ich einfach auf die Erde. Wenn ihr auch verschiedene Samen gleichzeitig zieht, solltet ihr die Beschriftung nicht vergessen.

zu 3. Man unterscheidet bei Pflanzen in Licht- und Dunkelkeimer. Also in Samen, die nur in Dunkelheit keimen und solche, die nur bei Licht keimen. Der Großteil gehört jedoch zur Kategorie der Dunkelkeimer. Deswegen müssen die Samen mit einer zusätzlichen Schicht Erde bedeckt werden, so 2 – 3cm sind völlig ausreichend. Auch hier die Erde wieder etwas andrücken.

zu 4. Wasser ist das wichtigste, um die Samen zum keimen zu bringen. Die Samen sollten immer feucht gehalten werden. Das austrocknen der Erde lässt sich vermeiden, indem man eine Plastikhaube einsetzt. Hierfür eignet sich auch herkömmliche Frischhaltefolie, transparente Tupperdosen, Plastikflaschen ohne Boden oder Einweggläser.

Diese Hauben erzeugen ein wunderbares Treibhausklima im Inneren. Die Feuchtigkeit kann nicht verdunsten und es ist tropisch warm. Auch euren Jungpflänzchen wird das hervorragend gefallen. Wichtig ist, dass regelmäßig Frischluft unter die Haube kommt. Das könnt ihr mit kleinen Abstandshaltern bewerkstelligen (Zahnstocher, Eisstiele,…),  Löcher in die Frischhaltefolie stechen oder von den Plastikflaschen einfach den Deckel abdrehen.

In jedem Falle müsst ihr die Samen begießen, nachdem sie unter die Erde gekommen sind. Damit ihr sie nicht mit einem fetten Wasserstrahl wegschwämmt, packt ihr am besten so einen Brauseausfsatz auf eure Gießkanne oder benutzt eine Wassersprühflasche.

zu 5. Der Standort für euren Aufzuchtkasten sollte hell, warm und windstill sein. Am besten also ein Fensterbrett zur Südseite. Direkt auf dem Fensterbrett könnte kalte Luft durch den Fensterspalt ziehen und für eure Zöglinge ungenehm werden. Auch der Fensterrahmen klaut möglicherweise wertvolles Licht, von dem es vor allem im Februar noch viel zu wenig gibt. Ihr könnt einfache Abhilfe schaffen indem ihr eure Anzuchtschale aufbockt, z.B. auf ein paar Bücher oder eine Kiste. Das schützt vor kalter Zugluft von unten und bringt sie näher ans Licht.

Und jetzt heißt es warten!

Meine ersten Tomatenpflänzchen waren bereits nach einer Woche zu sehen. Die Auberginen- und Chilisamen haben etwa zwei Wochen gebraucht. Habt einfach Geduld und guckt hin und wieder ob die Erde noch feucht genug ist.