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Kästen, Kisten, Kübel: über geeignete Pflanzgefäße.

Wenn man keinen Garten hat und seine Pflanzen nicht einfach in die Erde setzen kann, braucht man geeignete Gefäße. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt – hauptsache es handelt sich um Irgendetwas, dass man mit Erde befüllen kann.

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Kompostieren ohne Garten – der Regenwurmkomposter

In der Stadt in der ich lebe, gibt es skandalöser Weise keine Biotonne! Das heißt wertvolle Pflanzen- und Gemüseabfälle landen einfach im Restmüll. Ich halte das für eine riesen Verschwendung und habe mir deshalb vor ca. einem Jahr einen Regenwurmkomposter zugelegt. In diesem kann man auch ohne Garten seine Gemüseabfälle zu eigenem Kompost verarbeiten. Das hat zum einen den Vorteil, dass Lebensmittelabfälle nicht in der Tonne landen und zum anderen erspart man sich das Kaufen und transportieren von teurem, in Plastik verpackten Kompost aus dem Baumarkt.

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Aussaat im Februar

Im Februar beginnt die Aussaatsaison. Sowohl Outdoor, als auch Indoor können schon die ersten Pflanzen ausgesät und vorgezogen werden. Und welchem Gärtner hat es bei den Temperaturen am letzten Wochenende nicht im grünen Daumen gekribbelt? Also ran an das Saatgut und los!

Anzucht-Gewächshaus

Indoor-Aussaat im Februar

Vor allem sehr wärmeliebende Pflanzen sollten bereits im Februar ausgesät werden, um die Vegetationsperiode zu verlängern. Sät man sie zu spät aus, reicht die Zeit nicht aus, um Früchte auszubilden und eine Ernte einzufahren. Dazu gehören:

  • Auberginen
  • Paprika
  • Chili
  • Physalis
  • ggf. Tomaten (es genügt auch eine Aussaat im März).

Die Pflänzchen werden Indoor vorgezogen und dürfen erst nach den Eisheiligen (15. Mai) nach Draußen umziehen. Bis dahin besteht noch lebensgefährliche Frostgefahr.

Wichtig für die Vorkultur in der Wohnung sind ausreichend Licht und Wärme. Ihr solltet ein Fenster mit Südausrichtung haben, an dem ihr die Pflanzen aufziehen könnt, da sonst das natürliche Tageslicht noch nicht ausreicht. Alternativ kann man zu künstlicher Beleuchtung greifen.

Außerdem benötigen alle oben genannten Pflanzen Bodentemperaturen von mindestens 20°C, eher 22°C, um zu keimen. Eventuell ist eine zusätzliche Beheizung erforderlich. Auf die Heizung würde ich die Anzuchtgefäße nicht stellen, weil sie dort schnell austrocknen und es auch zu warm werden kann.

Für die Vorkultur haben sich kleine Anzuchtgewächshäuser bewährt.

Für die Auspflanzung ins Freiland im März/April können außerdem schon Fenchel und Kopfsalat vorgezogen werden.

Outdoor-Aussaat im Februar

Auch Outdoor können schon die ersten Gemüsepflanzen gesät werden. Dazu gehören:

  • Puffbohnen
  • Knoblauch
  • Asiasalate
  • Robuste Pflücksalate, wie Rucola
  • Johanniskraut

Je früher man die Puffbohnen aussät, desto gesünder entwickeln sie sich. Zu warme Temperaturen mögen sie nicht und fangen an zu kränkeln. Der Februar ist also der perfekte Monat um Puffbohnen auszusäen. Damit eigenen sie sich auch prima als Vorkultur, weil sie den Boden verbessern und ideal für z.B. Nachtschattengewächse vorbereiten.

Wenn man Knoblauchzehen noch nicht im Herbst gesteckt hat, kann man das jetzt im Februar noch nachholen.

Für die Aussaat im Februar eignen sich außerdem diverse, frostfeste Salate. Dazu gehören Asiasalate, wie Mizuna oder red Gigant, Rucola und Schnittzichorien.

Das Johanniskraut treibt zwar erst im April aus, benötigt jedoch einen Kältereiz, um zu keimen. Deshalb sollte man es am besten schon im Januar/Februar aussäen.

Grüne Grüße von Dachgemüse!

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Gartenplaner – The Green Conspiracy

Hier also ein kleiner Testbericht zum Gartenplaner von The Green Conspiracy Grundsätzlich bietet der Planer verschiedene, vorgedruckte Seiten für das was ein Gärtner so alles notieren muss. Folgende Kapitel bietet der Planer zum selbstausfüllen:

  1. Pflanzenprofile
  2. Ernteresultate
  3. Platz für Skizzen
  4. Jahresübersicht für Aussaat- und Erntetermine
  5. monatlicher Kalender
  6. Rezepte
  7. Tips
  8. Notizen

Pfanzenprofile

Hier findet ihr Platz für 20 Pflanzenprofile in denen Informationen wie Licht- und Wasserbedarf, Aussaatzeitpunkt, Bodenansprüche usw. notiert werden können. Diesen Teil finde ich super, weil ich tatsächlich jedes Jahr auf Neue beginne all diese Infos nachzulesen und zu googeln, um sie dann im nächsten Jahr wieder vergessen zu haben. So hat man alle relevanten Infos aufeinmal zusammen und findet sie auch schnell wieder. Allerdings sind mir persönlich 20 Pflanzenprofile zu wenig. Allein im letzten Jahr habe ich über 50 verschiedene Pflanzen angebaut und würde natürlich auch gern alle in meinem Gartenplaner unterbringen wollen. Für den durchschnittlichen Stadtbalkon sind 20 Pflanzen aber wahrscheinlich ausreichend. dav

Ernteresultate

Auch diesen Teil des Planers finde ich sehr hilfreich. Währens ich letztes Jahr meine Erntestatistik in die Notizenapp auf dem Smartphone getippt habe, kann ich sie nun hier notieren. Neben Pflanzenname und Ertrag, können außerdem Notizen und ein Rating eingetragen werden. Hier hat man Platz für 40 Eintragungen.

Skizzen

Zu diesem Teil gibt es nicht viel zu sagen. Ein paar leere Seiten auf denen man z.B. sein neues Gartendesign zeichnen kann.

Jahresübersicht für Aussaat- und Erntetermine

Das darf natürlich nicht fehlen: ein Ausaatkalender. Hier können übersichtlich Aussaat und Erntetermine eingetragen werden, sodass man nicht alle Pflanzenprofile wieder durchsuchen muss. Neben der Kategorie Aussaat und Ernte würde ich mir noch die Kategorie Freilandpflanzung wünschen, da viele Pflanzen ja drinnen ausgesät und vorgezogen werden. Auch hier haben 40 Pflanzen Platz. gartenplaner_jahresplaner.jpg

Monatlicher Kalender, für Termine aller Art

Zusätzlich gibt es einen monatlichen Kalender, sodass man wichtige Termine, wie Saatguttauschbörsen, die Eisheiligen oder das Erntedankfest eintragen kann. Der Platz ist auch ausreichend, um sich zu notieren an welchen Tagen man welche Gartenarbeiten erledigen will. Hier fände ich es toll, wenn solch wichtige Gartentermine, wie die Eisheiligen bereits von vorherein eingetragen wären.

Rezept-Teil

In diesem Teil können Rezepte eingetragen werden. Mein erster Gedanke war: Kochrezepte will ich lieber in einem extra Heft notieren, den Bereich brauche ich nicht. Aber die Autoren haben an etwas anderes gedacht, nämlich Rezepte für Pflanzenjauchen, Erdmischungen oder natürliche Schädlingsabwehr. Das ist natürlich eher was für Fortgeschrittene, aber trotzdem sehr praktisch! Wer will kann natürlich auch Kochrezepte eintragen. Hierfür stehen 10 Seiten zur Verfügung – für mich ausreichend.

Tipps

Zuletzt gibt es viele nützliche Infos, welche Mindest-Topfgröße bestimmte Pflanzen benötigen, Hinweise zur richtigen Fruchtfolge, durchschnittliche Kulturdauern, Lichtbedarf und Mischkulturpflanzungen.

Notizen

Und noch ein paar leere Notizseiten. Ganze 30 Stück! Vielleicht könnte man sich davon ein paar sparen und stattdessen mehr Pflanzprofile aufnehmen. 😉

Fazit

Insgesamt ein schöner Planer, der durch den Einband sehr edel und etwas geheimnissvoll wirkt. Ob der Einband meinen vermatschten Gärtnerhänden stand hält, wird sich zeigen. Ich würde mir noch eine Stiftschlaufe wünschen, damit man den passenden Stift immer direkt dabei hat. Leider ist der Planer aktuell nur in englischer Sprache verfügbar. Aber eine deutsche Version kommt vielleicht auch auf den Markt. Praktisch ist der Planer auf jeden Fall, da ich alle Infos gut sortiert in einem Buch zusammenhalten kann und bei mir nicht mehr hunderte von Zetteln rumfliegen. Allerdings könnte er für meinen Geschmack ein paar mehr Seiten haben, vor allem was die Pflanzenprofile angeht. Insgesamt würde ich den Gartenplaner weiterempfehlen und wünsche dem Team von The Green Conspiracy viel Erfolg bei Ihrer Crowdfunding-Kampagne!]]>

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Dachgarten und Balkon winterfest machen

7 Dinge die Ihr vor dem ersten Frost noch erledigen solltet!

1. Frostempfindliche Gemüse abernten

Sämtliches Fruchtgemüse (Tomaten, Gurken, Auberginen, etc.) sollte spätestens jetzt abgeerntet werden. Auch das meiste Wurzelgemüse (Karotten, Rote Beete, Kartoffeln) sollte dringend vor dem ersten Frost aus der Erde.

Zu den frostfesten Wurzelgemüsen gehören Topinambur, Pastinaken und Schwarzwurzeln – sie können auch über den Winter in der Erde bleiben und je nach Bedarf frisch geerntet werden. Auch Kohlpflanzen sind in den meisten Fällen frostunempfindlich und können stehen bleiben.

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2. Kräuter und Co. zurückschneiden

Auch bei den Kräutern gibt es frostempfindliche und winterfeste Sorten. Die meisten mehrjährigen, mediterranen Kräuter vertragen Minusgrade gut, dazu gehören Rosmarin, Thymian, Oregano und Bohnenkraut. Frische Triebe sollten jetzt noch geerntet werden, da das Wachstum über den Winter stagniert. Petersilie, Koriander, Kresse und Schnittlauch sind ebenfalls frostfest und können laufend über die Wintermonate abgeerntet werden. Zitronenmelisse, Minze und Liebstöckel gehen bei Minustemperaturen zwar ein, treiben dann aber im nächsten Frühjahr wieder aus. Diese Kräuter solltet ihr jetzt also am besten komplett abernten. Basilikum überlebt den Winter nicht und sollte ebenfalls vor dem ersten Frost komplett abgeerntet werden. [gallery ids="1831,1823,1822" type="circle"]

3. Ernte einlagern/konservieren

Die abgeernteten Gemüse und Kräuter müssen natürlich verwertet werden. Kräuter werden am besten Bündelweise aufgehangen und getrocknet. Man kann sie aber auch klein hacken und in Eiswürfelformen einfrieren oder man macht Kräuteröle oder -Liköre daraus. Wurzelgemüse lässt sich lange lagern. Am besten in mit Sand gefüllten Kisten bei niedrigem Temperaturen im Keller oder Speisekammer (falls vorhanden). Da die Erträge von der Terrasse aber meist überschaubar sind, kann man am besten direkt alles aufessen (meine bevorzugte Variante!). Falls es Euch doch zu viel wird, greift zu den klassischen Tricks von Oma – Einmachen, Einfrieren, Einlegen. Ihr habt zu viele Chilis geerntet? Dann empfehle ich Euch diese Selbstgemachte Sweet Chili Sauce. [gallery ids="1841,1824,1829" type="circle"]

4. Saatgut gewinnen

Wenn es bei Euch genauso aussieht, wie bei mir, dann stehen überall verwelkte Stängel von Kräutern, Salaten und co. mit Samenkapseln. Wenn ihr die Samen für eine gezielte Aussaat im nächsten Jahr nutzen wollt, dann erntet sie jetzt vorsichtig ab. Dunkel und trocken gelagert, ist das meiste Saatgut mehrere Jahre keimfähig. Ihr könnt Sie aber auch einfach stehen lassen und euch im nächsten Jahr überraschen lassen wo sich die Pflanzen überall selbst ausgesät haben. Petersilie, Radieschen und Salate überlasse ich gern mal dem Zufall. [gallery ids="1827,1839,1825" type="circle"]

5. Beete abdecken und vor Witterung schützen

Viele Kisten und Kästen sind inzwischen trostlos leer und damit der Witterung voll ausgesetzt. Wind und Kälte haben so freie Angriffsfläche und zerstören das Bodengefüge und schaden den Bodenlebewesen. Daher ist es sinnvoll die Beete abzudecken. Die beste Variante sind lebende Pflanzen, die den ganzen Winter über im Beet stehen bleiben und den Boden bedecken, insbesondere Gründüngungspflanzen, wie z.B. Ackersenf. In Kübeln, in denen das Jahr über Starkzehrer wuchsen und keine Gründüngung vorgesehen ist, solltet ihr vor der Winterpause noch etwas Kompost untergraben, um dem Boden die notwendigen Nährstoffe zurückzugeben. Wenn Ihr keine lebende Beetabdeckung in Form von Pflanzen habt, könnt ihr die Beete  auch mit anderen organischen Materialien abdecken, wie z.B. Laub, Stroh, Mulch oder den restlichen Pflanzenteilen Eurer Ernte. So schützt ihr nicht nur den Boden sondern führt der Erde auch gleich wieder Nährstoffe zu. Achtung! Macht nicht den gleichen Fehler wie ich und sammelt Waldlaub, um eure Pflanzkübel damit abzudecken. Ich habe mir dadurch im letzten Jahr Schneckeneier eingeschleppt und seitdem eine Schneckenplage auf der Dachterrasse, wie ihr auch hier nachlesen könnt: Schneckenplage. [gallery ids="1849,1852,1818" type="circle"]

6. Wasser abdrehen

Wenn Ihr einen Wasseranschluss oder sogar ein Bewässerungssystem auf der Terrasse habt, solltet ihr dieses nun abstellen bzw. abbauen. Alle Leitungen und Schläuche sollten entleert werden. Meine Bewässerungssysteme wandern über den Winter komplett in den Keller. Nur die Regentonne darf stehen bleiben. Vergesst aber nicht trotzdem gelegentlich zu gießen, vor allem wenn es lange keinen Niederschlag gab. Auch wenn gerade nichts in euren Balkonkästen wächst, erhaltet ihr so das Bodenleben, welches für eine gesunde Erde besonders wichtig ist. [gallery ids="1846,1847" type="circle" columns="2"]

7. Mehrjährige Pflanzen vor Frost schützen

Die Pflanzen die über die Winterzeit im Kübel bleiben, müssen vor Frost geschützt werden. Bei mir sind das z.B. Feige, Granatapfel und Banane. Solche Pflanzen solltet Ihr in eine windgeschützte Ecke mit einer an die Wohnung grenzenden Wand schieben – dort bleibt es am wärmsten. Wenn es sehr kalt wird und Eure Terrasse sehr stark der Witterung ausgesetzt ist, könnt Ihr die Kübel zusätzlich in Decken oder Fließ einwickeln, um sie vor Frost zu schützen.  ]]>

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Was im September noch in die Erde kann

Winterfeste Salate

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Was jetzt auf jeden Fall geht, sind Salate. Vor allem Asia-Pflücksalate, wie Mizuna oder roter Blattsenf wachsen um diese Jahreszeit problemlos. Da sie frostresisten sind, kann man sie über den ganzen Winter hinweg abernten und sich so einen vitaminreichen Frischekick verschaffen. Ebenso gut geeignet ist Ruccola. Typische, heimische Wintersalate sind Feldsalat und Winterpostelein. Bei der Aussaat ist zu beachten, dass diese Sorten einen Kältereiz benötigen, um zu keimen. Wenn die Temperatur Nachts noch nicht die 10°C Marke unterschreitet, kann man sich einem einfachen Trick bedienen und das Saatgut mit feuchter Erde bedeckt über Nacht in den Kühlschrank legen.

Zwiebelgewächse

Mitte September ist außerdem die perfekte Zeit um Knoblauch zu pflanzen. Einfach die Knofizehen ca. 5 cm tief in die Erde stecken und abwarten. Die fertigen Knollen können dann nächstes Jahr im Sommer geerntet werden. Auch die Aussaat von Lauchzwiebeln, vor allem der „Winterheckenzwiebel“ oder von Kopfzwiebeln lohnt sich jetzt noch. Das frostfeste Zwiebelgewächs bildet immer wieder frische Triebe, die über den gesamten Winter abgeerntet werden können. Jetzt ist ebenfalls der richtige Zeitüunkt für die Aussaat von Gemüsezwiebeln. Safranzwiebeln Genauso wie Zwiebelgewäche, die wir in der Küche verarbeiten, vermehren sich auch viele Blumen über Zwiebelknollen. Jetzt ist auch für das setzen von Blumenzwiebeln ein guter Zeitpunkt. Besonders erwähnt sei hier der Safran-Krokuss, den ich diese Woche eingepflanzt habe – in der Hoffnung bald meine eigenen Safranfäden zu ernten.

Kohl

Die Aussaat von Pak Choi (Senfkohl) sollte jetzt auch noch im Freiland gelingen. In geschützter Lage kann aber auch noch Kohlrabi kultiviert werden. Wenn man gefrorenen Kohlrabi wieder auftauen lässt und dann aberntet, schmeckt er besonders mild.

Kräuter

Folgende Kräuter können Mitte September noch ausgesät werden.
  • Petersilie
  • Koriander
  • Kresse
  • Dill
  • Kerbel
  • Oregano
Oregano, Petersilie, Kerbel und Koriander sind sogar frostfest. Auch Minze überwintert problemlos. Selbst wenn die oberirdischen Teile absterben, treibt sie im nächsten Jahr neu aus.

Blumen

Ringelblumen können jetzt noch ausgesät werden und schaffen es mit etwas Glück sogar noch bis zur Blüte. Im September ausgesäte Kamille blüht dann im nächsten Frühjahr.

Was man sonst noch im September aussäen kann:

Radieschen
  • Spinat und die spinatähnliche Gartenmelde
  • Mangold, am liebsten den Bunten (ebenfalls frostfest)!
  • Radieschen werden mit ihrer kurzen Kulturdauer von 4 Wochen locker noch reif
  • Erdbeeren, wenn der September noch recht mild ist, wie in diesem Jahr und es erst spät zu Nachfrösten kommt, kann man auch jetzt noch junge Erdbeerpflanzen auspflanzen.

Gründüngung

Außerdem ist jetzt der ideale Zeitpunkt um eine Gründüngung vorzunehmen, um abgeerntete Beete über die Wintermonate vor der Witterung zu schützen und dem Boden wieder organische Substanz zuzuführen.Viele Pflanzen eignen sich als Gründüngung, hier seien drei genannt:
  • Gelbsenf, sollte nicht in der Fruchtfolge mit Kohlgewächsen, Radieschen, Rettichen oder Asiasalaten gepflanzt werden
  • Lupinen, sollten nicht vor oder nach Erbsen und Bohnen wachsen
  • Phacelia (Bienenfreund) verträgt sich nicht mit Borretsch
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Mein größter Feind: der Mehltau!

Hier die Top 7 ökologischen Tipps für die Bekämpfung von Mehltau (oder anderen Pilzerkrankungen).

1. Ackerschachtelhalm:

Da sind sich alle Foren einig – die wertvolle Kieselsäure aus dem Schachtelhalm stärkt und festigt das Pflanzengewebe und hilft so vor allem vorbeugend gegen Mehltaubefall. Dazu fertigen oder selbst hergestellten Ackerschachtelhalmextrakt 1:9 verdünnen und alle 2 Wochen an drei aufeinander folgenden Tagen auf die Blattunterseiten sprühen (am Besten morgens).

2. Milchsäurebakterien:

Sehr häufig findet man die Empfehlung gegen Mehltau mit verdünnter Milch (1:9) zu spritzen, da die enthaltenen Milchsäurebakterien den Pilz angreifen. Dabei wird jedoch vergessen, dass heutzutage so gut wie jede Supermarkt-Milch pasteurisiert oder homogenisiert ist. D.h. in der modernen Milch befinden sich so gut wie keine nützlichen Milchsäurebakterien mehr. Besser greift man zu Joghurt, der auf jeden Fall noch die nützlichen Bakterien enthält. Auch der Joghurt wird einfach 1:9 mit Leitungswasser verdünnt, in eine Sprühflasche gefüllt und alle drei Tage auf die befallenen Blätter gesprüht.

3. Zimt:

Zimt soll fungizid wirken. Einen wissenschaftlichen Nachweis konnte ich dafür im Netz allerdings nicht finden. Aber vielleicht hilft er ja trotzdem. Und so soll’s funktionieren: einfach etwas Zimtpulver um die Pflanze oder auf die befallenen Blätter streuen. Wichtig ist das man echten Zimt (Cinnamomum zeylanicum), auch bekannt als Ceylon-Zimt verwendet. Hat vielleicht schon jemand Erfahrungen mit der Zimt-Methode?

4. Knoblauch:

Auch Knoblauch sollen die Mehltau-Pilze nicht mögen. Also einen Knoblauchsud herstellen: hierzu ca. eine Knolle mit einem Liter Wasser 15 min köcheln, abkühlen lassen und 1:9 mit Wasser verdünnt ca. alle 3 Tage auf die befallenen Pflanzenteile sprühen.

5. Natron:

Die Haushalts-Allzweckwaffe hilft vor allem vorbeugend. Man nehme 1 Esslöffel Natron, 1 Liter Wasser und 1 Esslöffel Pflanzenöl. Alles in eine Sprühflasche füllen und ca. alle 2 Wochen potenziell gefährdete Pflanzen damit besprühen.

6. Apfelessig:

Noch ein weiteres Spritzmittel lässt sich aus 1 Esslöffel Apfelessig verdünnt mit 1 Liter Wasser herstellen. Ebenfalls ca. alle 3 Tage die befallenen Pflanzenteile damit besprühen.

7. Neemöl:

Auch das Neemöl wird 1:9 verdünnt auf die betroffenen Pflanzen aufgesprüht. Für Alle Spritzmittel gilt: am besten morgens an einem regenfreien Tag aufbringen. Regelmäßig anwenden – auch vorbeugend. Nun viel Erfolg beim Bekämpfen des Mehltaus! Was sind Eure Erfahrungen mit diesen Mitteln? Welche Methode wirkt am Besten? Lasst mir gerne einen Kommentar da! 🙂  ]]>

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Schneckenplage

Hier also meine 5 besten, ökologischen Tips, wie man gefräßige Nacktschnecken im Gemüsegarten vertreiben kann. [gallery ids="1711,1710,1709,1708" type="rectangular"]

  1. Eierschalen/Kalk/Gesteinsmehl: Schnecken kriechen nicht über Eierschalen bzw. Kalk. Deshalb ist es hilfreich stark gefähredet Pflanzen mit einem Ring aus Eierschalen zu umgeben. Nachteil: bei starkem Regen verteilen sich die Schalen und geben wieder Angriffswege für die Plagegeister frei. Das gleiche funktioniert auch mit Gesteinsmehl.
  2. Bierfallen: Wie schon meine Oma wusste, stehen Schnecken auf Bier. Dazu einen Plastikbecher in die Erde graben, zur Hälfte mit Bier füllen und abwarten. Am nächsten Morgen sollten einige Expemplare in die Falle getappt sein. In vielen Foren wird von Bierfallen abgeraten, da sie noch mehr Schnecken aus dem Umland anziehen. Auf einer Dachterrasse sollte diese Gefahr jedoch nicht bestehen.
  3. Holzspäne: Die Beete mit Holzspänen abdecken – da Schnecken nicht gern über die scharfen Kanten  kriechen. Nun ja… ich habe in der Drogerie Kleintierstreu gekauft, weil ich davon ausging das sei nichts anderes, als Holzspäne. Geholfen hat es allerdings gar nicht. Die Schnecken kriechen froh und munter darüber her, als wäre nichts gewesen. Vielleicht klapp es mit richtigen Holzspänen besser.
  4. Kupferband: Auch über Kupfer kriechen Schnecken nicht gern. Deshalb kann man Kübel mit einem Kupferband (gibt es auch als Klebeband) umwickeln und so die darin lebenden Pflanzen vor den Fraßfeinden schützen. Bringt nur alles nix, wenn die Schnecken bereits im Kübel sind… :-\
  5. Tigerschnegel: Eine räuberische Nacktschneckenart die andere Nacktstecken jagd und deren Eier frisst. Diese Nützlinge gibt es auch im Internet zu kaufen. Das wird mein nächster Versuch.Nacktschnecke
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Terrassengarten Planung 2018

Saatgut sichten, sortieren, nachbestellen [caption id="attachment_1700" align="alignleft" width="294"]Saatgut nach Aussaatmonat Sortiersystem für Saatgut[/caption] Zuerst geht es ans Saatgut sichten und sortieren. Um den Überblick zu behalten, habe ich alle Samen in einer kleinen Kiste nach Aussaatmonaten sortiert. In den letzten 2 Jahren hat sich bereits einiges angesammelt. Wahrscheinlich könnte ich mit dieser Menge ein ganzes Feld bestellen! Aber man will ja auch immer was neues ausprobieren. Zum Glück gibts im Januar immer den neuen Katalog vom Hof Jeebel (Bioland), bei dem es samenfestes Biosaatgut und viele Sortenraritäten gibt. Also habe ich noch einige neue Pflanzen bestellt – unter anderem Schwarzwurzeln, Topinambur und Kamille.

Bei der Kübelbelegung zu beachten

Bei der Planung, welche Gemüsepflanzen in welchen Kübel kommen, gibt es dann eine ganze Menge zu beachten:
  • Mischkultur
  • Fruchtfolge
  • Standort
  • Wasser- und Nährstoffbedarf
  • Bodenvoraussetzungen
Da sich nicht alle Pflanzen vertragen, kann nicht einfach jede Pflanze in irgendeinen Kübel. Gleiche Pflanzen sollten eh nicht mehrmals hintereinander in dasselbe Pflanzgefäß. Mehr dazu findet ihr in meiner Mischkultur Übersichtstabelle: Mischkultur im Kübel. Natürlich muss das Pflanzgefäß auch zur Pflanze passen. Einen Kürbis in einen einfachen Balkonkasten zu pflanzen, wäre wenig erfolgsversprechend. Für rankendes Gemüse braucht man Rankhilfen und Pflanzen die Schatten mögen, müssen irgendwie vor der prallen Sonne geschützt werden. Wenn man dann auch noch mehrere Pflanzen zusammen pflanzt, wird es mit der Planung echt tricky!

Der Masterplan

Ich komme nun in’s dritte Gemüseanbau-Jahr. Zum Glück habe ich immer fleißig Buch geführt, was in den letzten 2 Jahren in den Gefäßen alles gewachsen ist.Für die Planung habe ich mir kleine Zettel gebastelt, die in etwa die Größe des Gefäßes darstellen. Außerdem habe ich darauf den Lichtbedarf und eventuelle Besonderheiten notiert. Nach langem hin- und her geschiebe, habe ich nun meinen Masterplan in dem ich alle Pflanzen unterbringen kann. Und so sieht er aus: [caption id="attachment_1699" align="alignnone" width="3264"]Terrassenplanung 2018 Mischkultur Planungshilfe[/caption] Wahrscheinlich wird das ein oder andere Pflänzchen im Laufe der Zeit nochmal umgeplant, aber das ist erstmal das Grobkonzept. Da man auf dem Bild nicht alles lesen kann, gibt es hier die Detailauflistung: 2018_Pflanzplan.]]>

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Mischkultur in der Praxis

Mischkultur im Kübel Heute will ich meine eigenen, praktischen Erfahrungen mit Euch teilen. Dafür habe ich mal ausgewertet, welche Pflanzenkombinationen im letzten Jahr gut funktioniert haben und welche nicht. Das muss natürlich nicht immer am Pflanzpartner gelegen haben. Für die Entwicklung der Pflanze spielen schließlich auch viele andere Faktoren eine wichtige Rolle: die Lichtverhälntnisse, der Standort, die Wasser- und Nährstoffversorgung, oder Krankheiten und Schädlinge. Auch wenn man den Erfolg bzw. Misserfolg nicht allein auf die Mischkultur zurückführen kann, möchte ich hier auflisten welche Pflanzenkombinationen sehr gut funktioniert haben und welche eben nicht.

Im Praxistest sehr erfolgreiche Kübel-Mischkulturen

  • Platz 1: Erdbeeren und Lavendel. Die Erdbeerpflanzen waren deutlich gesünder als die in den anderen Balkonkästen und brachten auch mehr Früchte hervor. Vor allem im Vergleich zu den Erdbeeren die z.B. mit Petersilie zusammenwuchsen, wie Ihr auf den Bildern sehen könnt.
  • Platz 2: Himbeeren und Knoblauch. Ich habe von Mai bis in den November hinein durchgehen Himbeeren geerntet. Die Himbeerpflanze hat sich prächtig entwickelt und einen sehr gesunden Eindruck gemacht. Das lag wahrscheinlich nicht allein an der Beipflanzung von Knoblauch, aber ein bisschen mitgeholfen hat er bestimmt.
  • Platz 3: Pastinaken und Radieschen: Im Vergleich zum Vorjahr habe ich jede Menge riesige Pastinaken geerntet und der einzige Unterschied war tatsächlich, dass ich im Frühjahr Radieschen im gleichen Pfanzsack kultiviert habe. Vielleicht hatte aber auch die Rote Beete vom Vorjahr einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Pastinaken.
Hier ein paar Impressionen: [gallery ids="1679,1680,1681,1682,1683,1684,1685,1688,1689" type="square"]

Im Praxistest wenig erfolgreiche Kübel-Mischkulturen

  • Platz 1: Kohlrabi und Sellerie: Während sich der Sellerie sehr gut entwickelt hat, ist der Kohlrabi bereits in einem sehr frühen Stadium verkümmert.
  • Platz 2: Spinat und Pastinake: Auch hier hat sich klar einer der beiden Pflanzpartner durchgesetzt – der Spinat. Da der Spinat in der Entwicklung sehr viel schneller ist, als die Pastinake, war das Spinatlaub bei Zeiten so dicht, dass die Pastinake kaum noch Licht abbekam und ebenfalls verkümmerte. Vielleicht funktioniert diese Mischkultur im Freiland besser, für den Kübel kann ich sie nicht weiterempfehlen.
  • Platz 3: Brokkoli und Kapuzinerkresse: Bei dieser Kombination war die Kapuzinerkresse der klare Sieger. Auch hier verkümmerten die Brokkolisprösslinge bereits sehr früh. Im Herbst hatte ich jedoch einen wunderschönen, dichten Teppich von rot blühender Kappuzinerkresse.
Hier ein paar Impressionen: [gallery ids="1690,1692,1693" type="rectangular"] Wem das nicht reicht, kann sich meine Detailanalyse hier runterladen: Mischkultur-Praxis]]>