Posted on 2 Kommentare

Erdbeeren mit Knoblauch…

…zugegeben, das klingt nach einem fürchterlichen Rezept. Aber was in der Küche ein Albtraum ist, stellt im Gemüsebeet eine super Kombination dar. Erdbeeren und Knoblauch sind eine hervorragende Mischkultur.

Knoblauch zwischen andere Obst- und Gemüsepflanzen zu setzen, bietet einige Vorteile. Der Knoblauch schütz vor:

  • Vogelfraß, Wühlmäusen und Schnecken;
  • Blattläusen, Spinnenmilben, Mehltau;
  • Schimmel, Pilzen und Bakterien.

Knoblauch ist also ein echter Allrounder! Da ich Ihn auch in der Küche gerne und viel einsetze, war es klar, dass er auch einen Platz auf meiner Dachterasse finden wird. Dabei kann man ihn mit einer Vielzahl von Gemüse kombinieren. Aber aufpassen, mit manchen Sorten verträgt er sich wiederum garnicht.

Hier meine Übersich zu Knoblauch liebenden und Knoblauch hassenden Pflanzen:

Veträgt sich gut mit:

  • Erdbeeren, Himbeeren
  • Obstbäumen
  • Gurken, Tomaten, Paprika, Auberginen
  • Möhren, Roter Beete, Kartoffeln, Sellerie
  • Petersilie
  • Lilien und Rosen

Verträgt sich schlecht mit:

  • Erbsen, Buschbohnen, Stangenbohnen
  • Kohl
  • Artischocken
  • Lauch
  • Spargel

Pflanzen einer Erdbeer Knoblauch Mischkultur

Vor ein paar Wochen wollte ich mir mal wieder ein knoblauchhaltiges Abendessen kochen. Da stellte ich fest, dass mein Knoblauchvorrat anfing grüne Triebe zu bilden. Diese Provokation nahm ich zum Anlass, die keimenden Knoblauchzehen auf einem Teller ins Fensterbrett zu stellen. Ich habe Sie noch mit etwas feuchtem Küchenpapier umwickelt und bereits nach ein paar Tagen wuchsen die Knoblauchzehen fleißig vor sich hin.

Der restliche Knoblauch braucht garnicht denken, dass er mit solchen Aktionen ums gegessen werden drumherum kommt!

Nachdem am Wochenende wunderbar, herrliches Frühlingswetter war, habe ich mir dann im Baumarkt ein paar Erdbeerpflänzchen gekauft und mich gleich ans Einpflanzen gemacht.

Im Wechsel habe ich die Erdbeerpflänzchen und gekeimten Knoblauchzehen in Balkonkästen gepflanzt. Bei der Erde habe ich mich für ganz normale Universalerde entschieden.

Posted on 4 Kommentare

Die ersten Pflänzchen

Was ein unbeschreibliches Glücksgefühl, wenn man die ersten Pflänzchen wachsen sieht!

Bereits am letzten Januar Wochenende hatte ich Tomaten, Auberginen und Chili-Pflanzen ausgesät. Und schon nach einer Woche guckten die ersten Tomatenpflänzchen aus der Erde. Nach zwei Wochen dann bequemten sich auch Chili und Aubergine.

Bereits 3 Wochen nach der Aussaat konnte ich die ersten Tomatenpflänzchen pikieren (also Vereinzeln und umpflanzen), da sie schon so groß geworden waren und ein zweites Blattpaar gebildet hatten.

Hierfür hatte ich mir nach einer Anleitung im Internet einfache Paperpots aus Zeitungspapier gebastelt. Dazu habe ich einfach eine Glasflasche genommen, einen Streifen Zeitungspapier darum gewickelt, die unteren Ecken eingeschlagen und fertig. Wenn man die selbstgebastelten Anzuchttöpfchen, dann mit Erde befüllt, stehen sie von selbst und man benötigt keine weitere Befestigung.

Nach dem pikieren, hatte ich erst etwas Sorge, weil alle meine Zöglinge ziemlich die Köpfe hängen liesen. Aber bereits am nächsten Tag hatten sie sich wieder erholt.

Einem Teil der Pflanzen habe ich zusätzlich einen Gewächshausaufsatz verpasst. Dafür habe ich einfach von herkömmlichen Plastikflaschen den Boden abgeschnitten und diese über die Tomätchen gestülpt.

Ganz überzeugt bin ich von den Paperpots nicht. Schon nach ein paar Tagen fingen sie an zu schimmeln, da sie ja auch ständig feucht gehalten werden müssen. Ich weiß nicht, ob man es auf den Bildern erkennen kann…

Auf jeden Fall habe ich mich wegen der schimmelnden Paperpots dazu entschlossen, die Pflanzen nochmal in Anzuchttöpfe umzusetzen. 20 Stück kosten 1€ – das ist ein verkraftbarer Preis!

Zur Sicherheit habe ich auch noch ein, zwei Tomätchen in handeslübliche Plastiktöpfe gesetzt, um einen Vergleich zu haben. Seit dem wachsen sie so vor sich hin. Manche schneller, manche langsamer…

IMAG3111

Es ist wirklich erstaunlich wie unterschiedlich schnell sie sich entwickeln. Die beiden Black Cherry Tomaten auf dem Bild habe ich am selbsen Tag ausgesäät und nach 6 Wochen sehen sie nun so aus. Wahrscheinlich gibt es bei Pflanzen, genauso wie bei Menschen Früh- und Spätzünder. Oder meint ihr die verschiedenen Töpfe könnten etwas damit zu tun haben? Das mag ich kaum glauben…

Posted on 2 Kommentare

Aussaat im März – Vorfrühling

Vor lauter Vorfreude auf den Frühling hat mich heut die Pflanzeslust gepackt. Ein paar Sonnenstrahlen und relativ milde Temperaturen haben für ein angenehmes Klima auf meiner Dachterrasse gesorgt.

Alle Gemüsesamen, die ich finden konnte und die für eine Aussaat ab März geeignet sind, mussten heute dran glauben. Im Einzelnen waren das Pastinake, Radieschen, Spinat, Frühlingszwiebeln und Kohlrabi.

IMAG3079

Gestern habe ich im Baumarkt reichlich Erde besorgt. Das mit der Erde hat mich schon etwas überfordert. Ich wusste garnicht, dass es 1000 verschiedene Sorten Erde gibt und worauf man bei der Auswahl achten muss. Mit dieser Thematik muss ich mich nochmal in Ruhe auseinander setzen. Ich habe einfach mal verschiedenste Erden gekauft, deren Titel eine Eignung für meine Zwecke vermuten liesen: Tomaten- und Gemüseerde, Kübelpflanzenerde, Bio-Gemüseerde und Universalerde.

Bereits vor einigen Wochen hatte ich ein ebay Schnäppchen gemacht und 12 Gemüsekisten für 50 Euro erstanden. Normalerweise sind die wesentlich teurer. Ich finde sie einfach praktisch, weil man sie stapeln und zusammenklappen kann. Sie sind witterungsbeständig und lebensmittelecht. So läuft man nicht Gefahr, dass irgendwelche Weichmacher in die Erde diffundieren und das Gemüse kontaminieren. In Foren und Büchern liest man meist, dass die Kisten vor dem befüllen mit Erde noch mit einer Folie (Teichfolie) ausgekleidet werden. Ich habe mich dafür entschieden einfachen Jutestoff zu nehmen – aus ökologischen Gründen.

Ich habe jeweils drei Kisten gestapelt, weil sie dann eine praktische Arbeitshöhe haben. Dann ein bisschen Jute reingelegt und das Ganze mit Erde befüllt. Danach die Samen drauf, Erde drübber, gießen, beschriften und fertig!

Für die Pastinaken habe ich als neues Zuhause einen Pflanzsack aus einer Art Filz ausgewählt, da diese ja etwas mehr Platz nach unten brauchen. Diese Pflanzsäcke sind im Vergleich zu richtigen Pflanzkübeln auch relativ günstig und einfach händelbar.  Unter die Erde habe ich noch etwas Sand gemischt, weil Pastinaken das wohl ganz gern haben…

Und zu guter letzt der Spinat. Für ihn habe ich einen Blumenkasten mit Wasserspeicher auserkoren. Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Auch in den Blumenkasten habe ich einfach Erde gepackt, Samen drauf, etwas Erde drübber, gießen und fertig!

Ich habe dabei einfach frei Schauze immer irgendeine andere Erde verwendet. Wir werden ja sehen was dabei herauskommt. Im Blumenkasten daneben habe ich bereits vor 2 Wochen Asiasalate ausgesät. Bis jetzt tut sich allerdings nichts. Da heißt es wohl weiter geduldig warten!

Jetzt bin ich gespannt wann die ersten Pflänzchen zu sehen sein werden.

Posted on 1 Kommentar

Erster Samen in der Erde

Am 30. Januar konnte ich es nicht mehr abwarten. Die Sonne schien und ich war shoppen – im Baumarkt! Es gab ein paar Blumenkübel, Gemüseerde, Anzuchterde, ein Foliengewächshaus und ein Miniatur-Anzucht-Gewächshaus fürs Fensterbrett.

Anfangs benötige ich lediglich mein Minigewächshaus und etwas Anzuchterde. Anzuchterde ist besonders nährstoffarm und steril. Dadurch wird das Wurzelwachtum der Pfläzchen gefördert und eine mögliche Schimmelbildung vermieden. Da die Erde vor allem zu Beginn immer schön feucht und warm sein sollte, um die Samen zum keimen zu bringen, ist auch die Gefahr von Schimmelbildung erhöht.

Die meisten Anleitungen, die ich gelesen habe, sind lang und das Ganze klingt komplizierter als es ist. Man bekommt schnell das Gefühl, dass man wahnsinnig viel falsch machen kann. Wenn ich mir überlege, dass die Menschen bereits vor über 12.000 Jahren Gemüse angebaut haben, kann das ja so schwer nicht sein. Deshalb hier meine einfache und kurze Anleitung, wie man Zuhause kleine Gemüsepflänzchen aus Saatgut zieht.

Einfache Schritt-für- Schritt-Anleitung für die Anzucht von Gemüse auf dem Fensterbrett:

  1. Füllt eure Anzuchtschale mit Aufzuchterde
  2. Verteilt die Samen gleichmäßig auf der Erde
  3. Bedeckt die Samen mit einer weiteren Schicht Erde
  4. Gießt die bedeckten Samen vorsichtig mit Wasser

  5. Stellt die Schale ggf. mit Deckel an einen warmen, sonnigen Platz und wartet.

Für die, die es doch lieber etwas genauer wissen wollen, hier die Einzelheiten:

zu 1. Als Anzuchtschale könnt ihr alle denkbaren Gefäße verwenden. Flache Tupperdosen, Backbleche, Teller oder von mir aus auch Schuhkartons.

Die Anzuchterde sollte möglichst steril und nährstoffarm sein. Kauft einfach fertige Anzuchterde im Gartenmarkt, dann braucht ihr euch darüber keine weiteren Gedanken machen. Gerade jetzt Ende Februar/ Anfang März gibt es die auch in vielen Supermärkten zu kaufen.

Verteilt die Erde einfach gleichmäßig in eurem Gefäß und zwar bis knapp unter den Rand. Wenn zuviel Rand übersteht, wirft dieser einen Schatten und nimmt euren Sprösslingen Licht weg. Drückt die Erde ein bisschen mit der flachen Hand an, damit sie nicht zu locker ist.

zu 2. ich habe zu Beginn meine Anzuchtschale in vier kleinere Karrees aufgeteilt und vier verschiedene Samensorten benutzt – Zwei Tomatensorten, Aubergine und Chili. Alles typische Pflanzen, die auf jeden Fall auf dem Fensterbrett vorgezogen werden sollten, weil die Reifeperiode im Freiland nicht ausreicht, um einen vernünftigen Ertrag zu erzielen.

Die Samen gebe ich einfach auf die Erde. Wenn ihr auch verschiedene Samen gleichzeitig zieht, solltet ihr die Beschriftung nicht vergessen.

zu 3. Man unterscheidet bei Pflanzen in Licht- und Dunkelkeimer. Also in Samen, die nur in Dunkelheit keimen und solche, die nur bei Licht keimen. Der Großteil gehört jedoch zur Kategorie der Dunkelkeimer. Deswegen müssen die Samen mit einer zusätzlichen Schicht Erde bedeckt werden, so 2 – 3cm sind völlig ausreichend. Auch hier die Erde wieder etwas andrücken.

zu 4. Wasser ist das wichtigste, um die Samen zum keimen zu bringen. Die Samen sollten immer feucht gehalten werden. Das austrocknen der Erde lässt sich vermeiden, indem man eine Plastikhaube einsetzt. Hierfür eignet sich auch herkömmliche Frischhaltefolie, transparente Tupperdosen, Plastikflaschen ohne Boden oder Einweggläser.

Diese Hauben erzeugen ein wunderbares Treibhausklima im Inneren. Die Feuchtigkeit kann nicht verdunsten und es ist tropisch warm. Auch euren Jungpflänzchen wird das hervorragend gefallen. Wichtig ist, dass regelmäßig Frischluft unter die Haube kommt. Das könnt ihr mit kleinen Abstandshaltern bewerkstelligen (Zahnstocher, Eisstiele,…),  Löcher in die Frischhaltefolie stechen oder von den Plastikflaschen einfach den Deckel abdrehen.

In jedem Falle müsst ihr die Samen begießen, nachdem sie unter die Erde gekommen sind. Damit ihr sie nicht mit einem fetten Wasserstrahl wegschwämmt, packt ihr am besten so einen Brauseausfsatz auf eure Gießkanne oder benutzt eine Wassersprühflasche.

zu 5. Der Standort für euren Aufzuchtkasten sollte hell, warm und windstill sein. Am besten also ein Fensterbrett zur Südseite. Direkt auf dem Fensterbrett könnte kalte Luft durch den Fensterspalt ziehen und für eure Zöglinge ungenehm werden. Auch der Fensterrahmen klaut möglicherweise wertvolles Licht, von dem es vor allem im Februar noch viel zu wenig gibt. Ihr könnt einfache Abhilfe schaffen indem ihr eure Anzuchtschale aufbockt, z.B. auf ein paar Bücher oder eine Kiste. Das schützt vor kalter Zugluft von unten und bringt sie näher ans Licht.

Und jetzt heißt es warten!

Meine ersten Tomatenpflänzchen waren bereits nach einer Woche zu sehen. Die Auberginen- und Chilisamen haben etwa zwei Wochen gebraucht. Habt einfach Geduld und guckt hin und wieder ob die Erde noch feucht genug ist.