Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Kästen, Kisten, Kübel: über geeignete Pflanzgefäße.

Wenn man keinen Garten hat und seine Pflanzen nicht einfach in die Erde setzen kann, braucht man geeignete Gefäße. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt – hauptsache es handelt sich um Irgendetwas, dass man mit Erde befüllen kann.

Kästen, Kisten, Kübel: über geeignete Pflanzgefäße. weiterlesen
Veröffentlicht am 6 Kommentare

Kompostieren ohne Garten – der Regenwurmkomposter

In der Stadt in der ich lebe, gibt es skandalöser Weise keine Biotonne! Das heißt wertvolle Pflanzen- und Gemüseabfälle landen einfach im Restmüll. Ich halte das für eine riesen Verschwendung und habe mir deshalb vor ca. einem Jahr einen Regenwurmkomposter zugelegt. In diesem kann man auch ohne Garten seine Gemüseabfälle zu eigenem Kompost verarbeiten. Das hat zum einen den Vorteil, dass Lebensmittelabfälle nicht in der Tonne landen und zum anderen erspart man sich das Kaufen und transportieren von teurem, in Plastik verpackten Kompost aus dem Baumarkt.

Kompostieren ohne Garten – der Regenwurmkomposter weiterlesen
Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Gärtnern als politisches Statement

Eines unserer größten gesellschaftlichen Probleme ist die konventionelle Landwirtschaft.

  • Durch den Einsatz von Düngemitteln wird unser Grundwasser verseucht,
  • Pestizide verursachen Artensterben,
  • Monokulturen laugen unsere Böden aus und machen sie unfruchtbar.
  • Obst und Gemüse wird zu jeder Jahreszeit um die ganze Welt transportiert, z.B. werden Blaubeeren aus Chile eingefolgen, damit wir im Winter nicht auf diesen Genuss verzichten müssen. Durch diesen Tranport-Irrsinn entstehen Unmengen an klimaschädlichen Emissionen.
  • Auf der ganzen Welt, auch in Europa werden Menschen in Notlagen ausgebeutet, um billige Lebensmittel für die großen Supermarktketten zu produzieren.
  • Die Artenvielfalt schrumpft, weil nur wenige Gemüssorten den gewünschten Ertrag bringen oder viele Pflanzen nicht dem Chemiecocktail in Form von Pestiziden standhalten.
  • Und das Schlimmste dabei: ein Drittel der auf Kosten unserer Umwelt produzierten Lebensmittel landet am Ende im Müll! Da werden Blaubeeren unter Einsatz von Pestiziden erzeugt, in Plastik verpackt, und um die ganze Welt geflogen, damit wir sie hier wegschmeißen…

Sein eigenes Gemüse anzubauen, kann diese Probleme zwar nicht lösen – hierfür braucht es politischen Willen, aber es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wenn jeder nur einen kleinen Teil seines Bedarfs mit selbst angebautem Gemüse decken würde, träge das deutlich zu einer Reduzierung der Umweltauswirkungen bei.

Auch auf kleinem Raum kann man ohne Kunstdünger oder Pestizide einen beachtlichen Ertrag erzielen. Statt Kunstdünger verwendet man Bio-Kompost, Schafswollpellets oder Regenwurmhumus. Statt Pestizide zu versprühen, pflanzt man Mischkulturen, die sich auf natürliche Weise vor Schädlingen schützen oder behandelt mit Pflanzenjauchen z.B. aus Brennnessel. Auf diese Weise wird auch in einem einfachen Pflanzekübel vielfältiges Bodenleben erhalten und damit die Fruchbarkeit der Erde gefördert.

Unnötige Transporte sind ohnehin hinfällig. Von meiner Terrasse bis in die Küche sind es ca. 15 m, die kann man problemlos zu Fuß und völlig emmissionfrei zurücklegen. 😉 Was dann auf dem Teller landet ist ultrafrisch und enthält maximal viele Vitamine (bei langer Lagerung reduziert sich der Vitamingehalt deutlich).

Da ich nicht nur leidenschaftliche Gemüsegärtnerin, sondern auch Hobbyköchin bin, schätze ich insbesondere auch die Sortenvielfalt. Ich liebe es immer wieder neue Gemüsesorten anzubauen und die verschiedenen Geschmacksnuancen zu ergründen. Ob lila Kohlrabi, gelbe Zucchini, blaue Kartoffeln, schwarze Tomaten oder Zitronengurken, es gibt soooo viele tolle Sorten, die fast in Vergessenheit geraten sind und die unbedingt erhalten werden sollten. Damit leiste ich auch einen kleinen Beitrag zur Artenvielfalt und Erhaltung von Sortenraritäten (insbesondere durch die Gewinnung von eigenem Saatgut).

Wenn man sein selbstangebautes Gemüse isst, spart man sich außerdem eine ganze Menge Verpackungmüll. Lediglich die natürliche Verpackung in Form von Gemüseschalen fällt als Abfall an. Und selbst die kann man weiterverwerten, z.B. indem man die Küchenabfälle in einem Regenwurmkomposter zu wertvoller Pflanzennahrung verwertet.

Wer viel Zeit und Leidenschaft in den Anbau seines eigenen Gemüses investiert hat, wird es nicht übers Herz bringen mehr als nötig davon wegzuwerfen. Man lernt den Wert von Lebensmitteln wieder zu schätzen, weil man weiß weiviel Arbeit dahinter steckt. Und man wird kreativ bei der Verarbeitung von Pflanzenteilen, die sonst auch im Müll landen würden. So kann man z.B. ein Pesto aus Möhrengrün zubereiten, Kohlrabiblätter dünsten oder eine Brühe aus Zwiebelschalen kochen. Damit leistet Gärtnern auch einen wichtigen Beitrag gegen die Lebensmittelschwendung.

Und zu guter Letzt, lernt man wann, welche Sorten Saison haben und hinterfragt kritisch wieso es im Supermarkt im Januar Melonen, Blaubeeren und Auberginen gibt. Jede Konsumentscheidung ist auch eine politische Entscheidung!

Grüne Grüße von Dachgemüse!

Veröffentlicht am 9 Kommentare

Aussaat im Februar

Im Februar beginnt die Aussaatsaison. Sowohl Outdoor, als auch Indoor können schon die ersten Pflanzen ausgesät und vorgezogen werden. Und welchem Gärtner hat es bei den Temperaturen am letzten Wochenende nicht im grünen Daumen gekribbelt? Also ran an das Saatgut und los!

Anzucht-Gewächshaus

Indoor-Aussaat im Februar

Vor allem sehr wärmeliebende Pflanzen sollten bereits im Februar ausgesät werden, um die Vegetationsperiode zu verlängern. Sät man sie zu spät aus, reicht die Zeit nicht aus, um Früchte auszubilden und eine Ernte einzufahren. Dazu gehören:

  • Auberginen
  • Paprika
  • Chili
  • Physalis
  • ggf. Tomaten (es genügt auch eine Aussaat im März).

Die Pflänzchen werden Indoor vorgezogen und dürfen erst nach den Eisheiligen (15. Mai) nach Draußen umziehen. Bis dahin besteht noch lebensgefährliche Frostgefahr.

Wichtig für die Vorkultur in der Wohnung sind ausreichend Licht und Wärme. Ihr solltet ein Fenster mit Südausrichtung haben, an dem ihr die Pflanzen aufziehen könnt, da sonst das natürliche Tageslicht noch nicht ausreicht. Alternativ kann man zu künstlicher Beleuchtung greifen.

Außerdem benötigen alle oben genannten Pflanzen Bodentemperaturen von mindestens 20°C, eher 22°C, um zu keimen. Eventuell ist eine zusätzliche Beheizung erforderlich. Auf die Heizung würde ich die Anzuchtgefäße nicht stellen, weil sie dort schnell austrocknen und es auch zu warm werden kann.

Für die Vorkultur haben sich kleine Anzuchtgewächshäuser bewährt.

Für die Auspflanzung ins Freiland im März/April können außerdem schon Fenchel und Kopfsalat vorgezogen werden.

Outdoor-Aussaat im Februar

Auch Outdoor können schon die ersten Gemüsepflanzen gesät werden. Dazu gehören:

  • Puffbohnen
  • Knoblauch
  • Asiasalate
  • Robuste Pflücksalate, wie Rucola
  • Johanniskraut

Je früher man die Puffbohnen aussät, desto gesünder entwickeln sie sich. Zu warme Temperaturen mögen sie nicht und fangen an zu kränkeln. Der Februar ist also der perfekte Monat um Puffbohnen auszusäen. Damit eigenen sie sich auch prima als Vorkultur, weil sie den Boden verbessern und ideal für z.B. Nachtschattengewächse vorbereiten.

Wenn man Knoblauchzehen noch nicht im Herbst gesteckt hat, kann man das jetzt im Februar noch nachholen.

Für die Aussaat im Februar eignen sich außerdem diverse, frostfeste Salate. Dazu gehören Asiasalate, wie Mizuna oder red Gigant, Rucola und Schnittzichorien.

Das Johanniskraut treibt zwar erst im April aus, benötigt jedoch einen Kältereiz, um zu keimen. Deshalb sollte man es am besten schon im Januar/Februar aussäen.

Grüne Grüße von Dachgemüse!

]]>
Veröffentlicht am 2 Kommentare

Gärtnern ist gesund!

An der frischen Luft in der Erde zu wühlen und den Pflanzen beim wachsen zuzusehen hält Körper und Geist gesund.

Foto by Susan Schaper

Einen halben Tag im Garten „ackern“, ist mindestens genauso anstregend wie ein Besuch im Fitnesstudio und auch noch kostenlos. Die körperliche Tätigkeit hält fit und ist ein super Ausgleich zur Büroarbeit. Tageslicht und frische Luft sind gesundheitsfördernd. Und das Wühlen in der Erde leistet ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit, wie im Beitrag von Gartengnom zu lesen ist:

2007 konnte man in Bristol mittels einer Studie nachweisen, was schon länger vermutet wurde: Erde macht glücklich! Genauer gesagt ist das im Boden lebende Mycobacterium vaccae verantwortlich für Effekte, wie man sie bislang aus Antidepressiva kannte. Bereits in vorgelagerten Studien konnte gesteigertes Wohlbefinden und Schmerzlinderung bei Krebspatienten auf das Bakterium zurückgeführt werden.
Durch die Studienergebnisse wird die Vermutung gestützt, dass ein angeschlagenes Immunsystems empfänglich für Mentalerkrankungen wie Depressionen macht. Das Mycobacterium vaccae dürfte fähig sein, die Balance des Immunsystems wieder ins Lot zu bringen und regt die Bildung des „Glückshormons“ Serotonin im Hirn an.

[https://www.gartengnom.net/erde-macht-gluecklich-und-gesund; 13.02.2019]

Also sollte man bei der Gartenarbeit besser keine Handschuhe tragen! 😉

Ein weiterer Effekt, den ich am Gärtnern sehr schätze, ist das Gefühl mit seinen eigenen Händen etwas zu erschaffen. Nachdem man im Büro den ganzen Tag nur unnützes Papier und PowerPoint-Folien produziert, tut es gut zu sehen, dass man mit seiner Arbeit auch etwas Echtes und wirklich Nutzvolles erschaffen kann – nämlich hochwertige Lebensmittel!

Desweiteren übt man sich in Geduld. Man ist gezwungen geduldig seinen Pflanzen beim wachsen zuzuschaen, denn die brauchen nun mal ihre Zeit. Dabei achtet man vor allem zu Beginn der Gartensaison auf jede kleine Veränderung und erfreut sich daran – heute würde man das als Achtsamkeit bezeichnen, also als eine Art Meditation.

Und zu guter Letzt verspeist man super frisches Bio-Gemüse mit wertvollen, gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen.

Foto by Susan Schaper

Wenn Dich das noch nicht überzeugt hat, lies auch den Beitrag „Gärtnern ist nachhaltig!“.

Grüne Grüße von Dachgemüse!

]]>
Veröffentlicht am 2 Kommentare

Gartenplaner – The Green Conspiracy

Hier also ein kleiner Testbericht zum Gartenplaner von The Green Conspiracy Grundsätzlich bietet der Planer verschiedene, vorgedruckte Seiten für das was ein Gärtner so alles notieren muss. Folgende Kapitel bietet der Planer zum selbstausfüllen:

  1. Pflanzenprofile
  2. Ernteresultate
  3. Platz für Skizzen
  4. Jahresübersicht für Aussaat- und Erntetermine
  5. monatlicher Kalender
  6. Rezepte
  7. Tips
  8. Notizen

Pfanzenprofile

Hier findet ihr Platz für 20 Pflanzenprofile in denen Informationen wie Licht- und Wasserbedarf, Aussaatzeitpunkt, Bodenansprüche usw. notiert werden können. Diesen Teil finde ich super, weil ich tatsächlich jedes Jahr auf Neue beginne all diese Infos nachzulesen und zu googeln, um sie dann im nächsten Jahr wieder vergessen zu haben. So hat man alle relevanten Infos aufeinmal zusammen und findet sie auch schnell wieder. Allerdings sind mir persönlich 20 Pflanzenprofile zu wenig. Allein im letzten Jahr habe ich über 50 verschiedene Pflanzen angebaut und würde natürlich auch gern alle in meinem Gartenplaner unterbringen wollen. Für den durchschnittlichen Stadtbalkon sind 20 Pflanzen aber wahrscheinlich ausreichend. dav

Ernteresultate

Auch diesen Teil des Planers finde ich sehr hilfreich. Währens ich letztes Jahr meine Erntestatistik in die Notizenapp auf dem Smartphone getippt habe, kann ich sie nun hier notieren. Neben Pflanzenname und Ertrag, können außerdem Notizen und ein Rating eingetragen werden. Hier hat man Platz für 40 Eintragungen.

Skizzen

Zu diesem Teil gibt es nicht viel zu sagen. Ein paar leere Seiten auf denen man z.B. sein neues Gartendesign zeichnen kann.

Jahresübersicht für Aussaat- und Erntetermine

Das darf natürlich nicht fehlen: ein Ausaatkalender. Hier können übersichtlich Aussaat und Erntetermine eingetragen werden, sodass man nicht alle Pflanzenprofile wieder durchsuchen muss. Neben der Kategorie Aussaat und Ernte würde ich mir noch die Kategorie Freilandpflanzung wünschen, da viele Pflanzen ja drinnen ausgesät und vorgezogen werden. Auch hier haben 40 Pflanzen Platz. gartenplaner_jahresplaner.jpg

Monatlicher Kalender, für Termine aller Art

Zusätzlich gibt es einen monatlichen Kalender, sodass man wichtige Termine, wie Saatguttauschbörsen, die Eisheiligen oder das Erntedankfest eintragen kann. Der Platz ist auch ausreichend, um sich zu notieren an welchen Tagen man welche Gartenarbeiten erledigen will. Hier fände ich es toll, wenn solch wichtige Gartentermine, wie die Eisheiligen bereits von vorherein eingetragen wären.

Rezept-Teil

In diesem Teil können Rezepte eingetragen werden. Mein erster Gedanke war: Kochrezepte will ich lieber in einem extra Heft notieren, den Bereich brauche ich nicht. Aber die Autoren haben an etwas anderes gedacht, nämlich Rezepte für Pflanzenjauchen, Erdmischungen oder natürliche Schädlingsabwehr. Das ist natürlich eher was für Fortgeschrittene, aber trotzdem sehr praktisch! Wer will kann natürlich auch Kochrezepte eintragen. Hierfür stehen 10 Seiten zur Verfügung – für mich ausreichend.

Tipps

Zuletzt gibt es viele nützliche Infos, welche Mindest-Topfgröße bestimmte Pflanzen benötigen, Hinweise zur richtigen Fruchtfolge, durchschnittliche Kulturdauern, Lichtbedarf und Mischkulturpflanzungen.

Notizen

Und noch ein paar leere Notizseiten. Ganze 30 Stück! Vielleicht könnte man sich davon ein paar sparen und stattdessen mehr Pflanzprofile aufnehmen. 😉

Fazit

Insgesamt ein schöner Planer, der durch den Einband sehr edel und etwas geheimnissvoll wirkt. Ob der Einband meinen vermatschten Gärtnerhänden stand hält, wird sich zeigen. Ich würde mir noch eine Stiftschlaufe wünschen, damit man den passenden Stift immer direkt dabei hat. Leider ist der Planer aktuell nur in englischer Sprache verfügbar. Aber eine deutsche Version kommt vielleicht auch auf den Markt. Praktisch ist der Planer auf jeden Fall, da ich alle Infos gut sortiert in einem Buch zusammenhalten kann und bei mir nicht mehr hunderte von Zetteln rumfliegen. Allerdings könnte er für meinen Geschmack ein paar mehr Seiten haben, vor allem was die Pflanzenprofile angeht. Insgesamt würde ich den Gartenplaner weiterempfehlen und wünsche dem Team von The Green Conspiracy viel Erfolg bei Ihrer Crowdfunding-Kampagne!]]>

Veröffentlicht am 1 Kommentar

Dachgarten und Balkon winterfest machen

7 Dinge die Ihr vor dem ersten Frost noch erledigen solltet!

1. Frostempfindliche Gemüse abernten

Sämtliches Fruchtgemüse (Tomaten, Gurken, Auberginen, etc.) sollte spätestens jetzt abgeerntet werden. Auch das meiste Wurzelgemüse (Karotten, Rote Beete, Kartoffeln) sollte dringend vor dem ersten Frost aus der Erde.

Zu den frostfesten Wurzelgemüsen gehören Topinambur, Pastinaken und Schwarzwurzeln – sie können auch über den Winter in der Erde bleiben und je nach Bedarf frisch geerntet werden. Auch Kohlpflanzen sind in den meisten Fällen frostunempfindlich und können stehen bleiben.

[gallery ids="1842,1819,1836" type="circle"]

2. Kräuter und Co. zurückschneiden

Auch bei den Kräutern gibt es frostempfindliche und winterfeste Sorten. Die meisten mehrjährigen, mediterranen Kräuter vertragen Minusgrade gut, dazu gehören Rosmarin, Thymian, Oregano und Bohnenkraut. Frische Triebe sollten jetzt noch geerntet werden, da das Wachstum über den Winter stagniert. Petersilie, Koriander, Kresse und Schnittlauch sind ebenfalls frostfest und können laufend über die Wintermonate abgeerntet werden. Zitronenmelisse, Minze und Liebstöckel gehen bei Minustemperaturen zwar ein, treiben dann aber im nächsten Frühjahr wieder aus. Diese Kräuter solltet ihr jetzt also am besten komplett abernten. Basilikum überlebt den Winter nicht und sollte ebenfalls vor dem ersten Frost komplett abgeerntet werden. [gallery ids="1831,1823,1822" type="circle"]

3. Ernte einlagern/konservieren

Die abgeernteten Gemüse und Kräuter müssen natürlich verwertet werden. Kräuter werden am besten Bündelweise aufgehangen und getrocknet. Man kann sie aber auch klein hacken und in Eiswürfelformen einfrieren oder man macht Kräuteröle oder -Liköre daraus. Wurzelgemüse lässt sich lange lagern. Am besten in mit Sand gefüllten Kisten bei niedrigem Temperaturen im Keller oder Speisekammer (falls vorhanden). Da die Erträge von der Terrasse aber meist überschaubar sind, kann man am besten direkt alles aufessen (meine bevorzugte Variante!). Falls es Euch doch zu viel wird, greift zu den klassischen Tricks von Oma – Einmachen, Einfrieren, Einlegen. Ihr habt zu viele Chilis geerntet? Dann empfehle ich Euch diese Selbstgemachte Sweet Chili Sauce. [gallery ids="1841,1824,1829" type="circle"]

4. Saatgut gewinnen

Wenn es bei Euch genauso aussieht, wie bei mir, dann stehen überall verwelkte Stängel von Kräutern, Salaten und co. mit Samenkapseln. Wenn ihr die Samen für eine gezielte Aussaat im nächsten Jahr nutzen wollt, dann erntet sie jetzt vorsichtig ab. Dunkel und trocken gelagert, ist das meiste Saatgut mehrere Jahre keimfähig. Ihr könnt Sie aber auch einfach stehen lassen und euch im nächsten Jahr überraschen lassen wo sich die Pflanzen überall selbst ausgesät haben. Petersilie, Radieschen und Salate überlasse ich gern mal dem Zufall. [gallery ids="1827,1839,1825" type="circle"]

5. Beete abdecken und vor Witterung schützen

Viele Kisten und Kästen sind inzwischen trostlos leer und damit der Witterung voll ausgesetzt. Wind und Kälte haben so freie Angriffsfläche und zerstören das Bodengefüge und schaden den Bodenlebewesen. Daher ist es sinnvoll die Beete abzudecken. Die beste Variante sind lebende Pflanzen, die den ganzen Winter über im Beet stehen bleiben und den Boden bedecken, insbesondere Gründüngungspflanzen, wie z.B. Ackersenf. In Kübeln, in denen das Jahr über Starkzehrer wuchsen und keine Gründüngung vorgesehen ist, solltet ihr vor der Winterpause noch etwas Kompost untergraben, um dem Boden die notwendigen Nährstoffe zurückzugeben. Wenn Ihr keine lebende Beetabdeckung in Form von Pflanzen habt, könnt ihr die Beete  auch mit anderen organischen Materialien abdecken, wie z.B. Laub, Stroh, Mulch oder den restlichen Pflanzenteilen Eurer Ernte. So schützt ihr nicht nur den Boden sondern führt der Erde auch gleich wieder Nährstoffe zu. Achtung! Macht nicht den gleichen Fehler wie ich und sammelt Waldlaub, um eure Pflanzkübel damit abzudecken. Ich habe mir dadurch im letzten Jahr Schneckeneier eingeschleppt und seitdem eine Schneckenplage auf der Dachterrasse, wie ihr auch hier nachlesen könnt: Schneckenplage. [gallery ids="1849,1852,1818" type="circle"]

6. Wasser abdrehen

Wenn Ihr einen Wasseranschluss oder sogar ein Bewässerungssystem auf der Terrasse habt, solltet ihr dieses nun abstellen bzw. abbauen. Alle Leitungen und Schläuche sollten entleert werden. Meine Bewässerungssysteme wandern über den Winter komplett in den Keller. Nur die Regentonne darf stehen bleiben. Vergesst aber nicht trotzdem gelegentlich zu gießen, vor allem wenn es lange keinen Niederschlag gab. Auch wenn gerade nichts in euren Balkonkästen wächst, erhaltet ihr so das Bodenleben, welches für eine gesunde Erde besonders wichtig ist. [gallery ids="1846,1847" type="circle" columns="2"]

7. Mehrjährige Pflanzen vor Frost schützen

Die Pflanzen die über die Winterzeit im Kübel bleiben, müssen vor Frost geschützt werden. Bei mir sind das z.B. Feige, Granatapfel und Banane. Solche Pflanzen solltet Ihr in eine windgeschützte Ecke mit einer an die Wohnung grenzenden Wand schieben – dort bleibt es am wärmsten. Wenn es sehr kalt wird und Eure Terrasse sehr stark der Witterung ausgesetzt ist, könnt Ihr die Kübel zusätzlich in Decken oder Fließ einwickeln, um sie vor Frost zu schützen.  ]]>

Veröffentlicht am 2 Kommentare

Rezept für hausgemachte Sweet Chili Soße

  • 130 Chili (wenn man es seeeehr scharf mag! Man kann natürlich auch einfach weniger nehmen oder mit Paprika strecken)
  • 500 ml Reisessig
  • 2 Knollen Knoblauch
  • 3 Zwiebeln
  • 800g Zucker
  • Wasser
  • Salz
  • Bevor es losgeht, ein wirklich gut gemeinter Rat: zieht euch Handschuhe an! Ein unbedachtes Augenreiben kann euch sonst den ganzen Tag vermiesen 😉 Also die Chilis waschen, Zwiebeln und Knoblauch schälen und alles in einer Küchenmaschine zerkleinern. Den Höllenbrei mit dem Essig, Zucker und ca. 2 TL Salz und etwas Wasser zum verdünnen in einen großen Topf geben und einkochen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. [gallery ids="1807,1808,1809" type="circle"] Noch ein Tip: kocht das Zeug bei offenem Fenster! Ihr könnt Euch nicht vorstellen wie sehr verkochter Essig-Chili-Dampf in Augen und Lunge brennt! Wenn ihr die Einkochprozedur überstanden habt, könnt ihr das Ganze heiß in Flaschen abfüllen und verschrauen. Da die Soße mit drei Konservierungsmechanismen (Schärfe, Zucker und Säure) behandelt ist, dürfte sie ewig halten. Sagen wir mal ca. 1 Jahr – vor allem wenn ihr die Flaschen verschlossen lasst. Viel Spaß beim Nachkochen! [caption id="attachment_1810" align="alignnone" width="3264"]Hausgemachte Sweet Chili Sauce Hausgemachte Sweet Chili Sauce[/caption]]]>

    Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

    Was im September noch in die Erde kann

    Winterfeste Salate

    img_20180908_111900.jpg

    Was jetzt auf jeden Fall geht, sind Salate. Vor allem Asia-Pflücksalate, wie Mizuna oder roter Blattsenf wachsen um diese Jahreszeit problemlos. Da sie frostresisten sind, kann man sie über den ganzen Winter hinweg abernten und sich so einen vitaminreichen Frischekick verschaffen. Ebenso gut geeignet ist Ruccola. Typische, heimische Wintersalate sind Feldsalat und Winterpostelein. Bei der Aussaat ist zu beachten, dass diese Sorten einen Kältereiz benötigen, um zu keimen. Wenn die Temperatur Nachts noch nicht die 10°C Marke unterschreitet, kann man sich einem einfachen Trick bedienen und das Saatgut mit feuchter Erde bedeckt über Nacht in den Kühlschrank legen.

    Zwiebelgewächse

    Mitte September ist außerdem die perfekte Zeit um Knoblauch zu pflanzen. Einfach die Knofizehen ca. 5 cm tief in die Erde stecken und abwarten. Die fertigen Knollen können dann nächstes Jahr im Sommer geerntet werden. Auch die Aussaat von Lauchzwiebeln, vor allem der „Winterheckenzwiebel“ oder von Kopfzwiebeln lohnt sich jetzt noch. Das frostfeste Zwiebelgewächs bildet immer wieder frische Triebe, die über den gesamten Winter abgeerntet werden können. Jetzt ist ebenfalls der richtige Zeitüunkt für die Aussaat von Gemüsezwiebeln. Safranzwiebeln Genauso wie Zwiebelgewäche, die wir in der Küche verarbeiten, vermehren sich auch viele Blumen über Zwiebelknollen. Jetzt ist auch für das setzen von Blumenzwiebeln ein guter Zeitpunkt. Besonders erwähnt sei hier der Safran-Krokuss, den ich diese Woche eingepflanzt habe – in der Hoffnung bald meine eigenen Safranfäden zu ernten.

    Kohl

    Die Aussaat von Pak Choi (Senfkohl) sollte jetzt auch noch im Freiland gelingen. In geschützter Lage kann aber auch noch Kohlrabi kultiviert werden. Wenn man gefrorenen Kohlrabi wieder auftauen lässt und dann aberntet, schmeckt er besonders mild.

    Kräuter

    Folgende Kräuter können Mitte September noch ausgesät werden.
    • Petersilie
    • Koriander
    • Kresse
    • Dill
    • Kerbel
    • Oregano
    Oregano, Petersilie, Kerbel und Koriander sind sogar frostfest. Auch Minze überwintert problemlos. Selbst wenn die oberirdischen Teile absterben, treibt sie im nächsten Jahr neu aus.

    Blumen

    Ringelblumen können jetzt noch ausgesät werden und schaffen es mit etwas Glück sogar noch bis zur Blüte. Im September ausgesäte Kamille blüht dann im nächsten Frühjahr.

    Was man sonst noch im September aussäen kann:

    Radieschen
    • Spinat und die spinatähnliche Gartenmelde
    • Mangold, am liebsten den Bunten (ebenfalls frostfest)!
    • Radieschen werden mit ihrer kurzen Kulturdauer von 4 Wochen locker noch reif
    • Erdbeeren, wenn der September noch recht mild ist, wie in diesem Jahr und es erst spät zu Nachfrösten kommt, kann man auch jetzt noch junge Erdbeerpflanzen auspflanzen.

    Gründüngung

    Außerdem ist jetzt der ideale Zeitpunkt um eine Gründüngung vorzunehmen, um abgeerntete Beete über die Wintermonate vor der Witterung zu schützen und dem Boden wieder organische Substanz zuzuführen.Viele Pflanzen eignen sich als Gründüngung, hier seien drei genannt:
    • Gelbsenf, sollte nicht in der Fruchtfolge mit Kohlgewächsen, Radieschen, Rettichen oder Asiasalaten gepflanzt werden
    • Lupinen, sollten nicht vor oder nach Erbsen und Bohnen wachsen
    • Phacelia (Bienenfreund) verträgt sich nicht mit Borretsch
       ]]>

    Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

    Auberginen-Lasagne

    Zutaten für 4 Personen:

    • 2 – 3 große, reife Auberginen
    • ca. 1 kg Tomaten
    • 1 – 2 Zwiebeln
    • 1 – 2 Knoblauchzehen
    • 2 Mozzarella
    • ca. 100 g Parmesan
    • 1/2 Packung Lasagneplatten
    • ca. 100 ml Gemüsebrühe
    • ein Bund Basilikum
    • 1 TL Zucker
    • Salz
    • Pfeffer
    • Olivenöl
    Zu erst sollte man die Tomatensoße ansetzen, denn umso länger sie köchelt, desto leckerer wird sie: [caption id="attachment_1765" align="alignleft" width="220"]Tomatensoße Tomatensoße ansetzen[/caption] Tomaten waschen und große Exemplare kleinschneiden Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und grob würfeln. Zwiebel- und Knobiwürfel in etwas Olivenöl zusammen mit einem TL Zucker andünsten. Die Tomaten dazu geben, mit der Gemüsebrühe ablöschen und bei mittlerer Hitze mindestens eine Stunde lang köcheln lassen. Abschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken und pürieren.   [caption id="attachment_1766" align="alignright" width="241"]gegrillte Auberginen gegrillte Auberginen[/caption] Im nächsten Schritt die Auberginen grillen: Zu erst die Auberginen waschen und in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden, beidseitig salzen und 20 min ziehen lassen. Dann die Scheiben trocken tupfen und von beiden Seiten mit Olivenöl bepinseln. Die Scheiben auf ein Gitterrost legen und im Backofen bei Grillstufe (250°C Oberhitze) ca. 15 min bräunen.   [caption id="attachment_1767" align="alignleft" width="260"]Auberginenlasagne schichten Schichtaufbau[/caption] Das Ganze zu einer Lasagne zusammenfügen: Eine Auflaufform mit Olivenöl benetzen. Die gegrillten Auberginenscheiben einlegen, zerpflückten Mozzarella darauf verteilen, mit Tomatensoße und frischem Balsilikum bedecken und Lasagenplatten darauf legen. Diesen Schichtaufbau wiederholen bis die Form fast voll oder die Zutaten aufgebraucht sind. Die letzte Schicht mit geriebenem Parmesan bestreuen. Die Auflaufform dann bei 180 °C Umluft für 30 min in den Backofen.  ]]>