Mein größter Feind: der Mehltau!

Mehltau! Ich hasse ihn! Jedes Jahr aufs Neue befällt er meine hilflosen Pflanzen und richtet Schaden an. Bei den trockenen, warmen Witterungsbedingungen konnte sich der echte Mehltau in aller Ruhe ausbreiten. Durch den ständigen Wassermangel standen die Pfanzen unter Stress und waren ein leichtes Opfer. Am härtesten getroffen hat es die Gurken. Binnen zwei Wochen hat es meine Gurkenpflanzen vollständig dahingerafft. Auch Erbsen und Bohnen sind stark betroffen. Spuren sind auch auf Zucchini, Schwarzwurzel, Spitzwegerich zu sehen.

Aber was hilft nun gegen den Gartenfeind Nummer 1? Vor allem wenn man nicht zu Pestiziden greifen will? Beiträge im Netz findet man viele.

Hier die Top 7 ökologischen Tipps für die Bekämpfung von Mehltau (oder anderen Pilzerkrankungen).

1. Ackerschachtelhalm:

Da sind sich alle Foren einig – die wertvolle Kieselsäure aus dem Schachtelhalm stärkt und festigt das Pflanzengewebe und hilft so vor allem vorbeugend gegen Mehltaubefall. Dazu fertigen oder selbst hergestellten Ackerschachtelhalmextrakt 1:9 verdünnen und alle 2 Wochen an drei aufeinander folgenden Tagen auf die Blattunterseiten sprühen (am Besten morgens).

2. Milchsäurebakterien:

Sehr häufig findet man die Empfehlung gegen Mehltau mit verdünnter Milch (1:9) zu spritzen, da die enthaltenen Milchsäurebakterien den Pilz angreifen. Dabei wird jedoch vergessen, dass heutzutage so gut wie jede Supermarkt-Milch pasteurisiert oder homogenisiert ist. D.h. in der modernen Milch befinden sich so gut wie keine nützlichen Milchsäurebakterien mehr. Besser greift man zu Joghurt, der auf jeden Fall noch die nützlichen Bakterien enthält. Auch der Joghurt wird einfach 1:9 mit Leitungswasser verdünnt, in eine Sprühflasche gefüllt und alle drei Tage auf die befallenen Blätter gesprüht.

3. Zimt:

Zimt soll fungizid wirken. Einen wissenschaftlichen Nachweis konnte ich dafür im Netz allerdings nicht finden. Aber vielleicht hilft er ja trotzdem. Und so soll’s funktionieren: einfach etwas Zimtpulver um die Pflanze oder auf die befallenen Blätter streuen. Wichtig ist das man echten Zimt (Cinnamomum zeylanicum), auch bekannt als Ceylon-Zimt verwendet. Hat vielleicht schon jemand Erfahrungen mit der Zimt-Methode?

4. Knoblauch:

Auch Knoblauch sollen die Mehltau-Pilze nicht mögen. Also einen Knoblauchsud herstellen: hierzu ca. eine Knolle mit einem Liter Wasser 15 min köcheln, abkühlen lassen und 1:9 mit Wasser verdünnt ca. alle 3 Tage auf die befallenen Pflanzenteile sprühen.

5. Natron:

Die Haushalts-Allzweckwaffe hilft vor allem vorbeugend. Man nehme 1 Esslöffel Natron, 1 Liter Wasser und 1 Esslöffel Pflanzenöl. Alles in eine Sprühflasche füllen und ca. alle 2 Wochen potenziell gefährdete Pflanzen damit besprühen.

6. Apfelessig:

Noch ein weiteres Spritzmittel lässt sich aus 1 Esslöffel Apfelessig verdünnt mit 1 Liter Wasser herstellen. Ebenfalls ca. alle 3 Tage die befallenen Pflanzenteile damit besprühen.

7. Neemöl:

Auch das Neemöl wird 1:9 verdünnt auf die betroffenen Pflanzen aufgesprüht.

Für Alle Spritzmittel gilt: am besten morgens an einem regenfreien Tag aufbringen. Regelmäßig anwenden – auch vorbeugend.

Nun viel Erfolg beim Bekämpfen des Mehltaus! Was sind Eure Erfahrungen mit diesen Mitteln? Welche Methode wirkt am Besten? Lasst mir gerne einen Kommentar da! 🙂

 

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