Schneckenplage

Der Vorteil eines Dachterrassengartens ist es keine Schnecken zu haben – so dachte ich. Tatsächlich blieb ich die letzten 2 Jahre auch von den schleimigen Vielfraßen verschont. Doch im Herbst letzten Jahres kam ich auf die glorreiche Idee im Wald Laub zu sammeln, um damit meine Kübel abzudecken und so vor der winterlichen Witterung zu schützen. Wie sich herausstellte, habe ich mir mit dem Laub nicht nur wertvolle, pflanzliche Substanz, sondern auch Schneckeneier eingeschleppt. Die ersten kleinen Nacktschnecken entdeckte ich im März auf meiner Minze. Und die Viecher wurden immer mehr und immer größer und die Fraßschäden immer sichtbarer.

 

Mit großer Vorliebe fressen sie Kohl, Paprika, Physalis, Salat, Spinat, Koriander, Stevia, Minze und Rote Beete Blätter. Hingegen bleiben Tomaten, Zwiebeln, Knobi, Erdbeerblätter und die meisten anderen Kräuter verschont. Dank der kleinen Stacheln an Gurke und Zucchini gehen sie da auch nicht dran. Lediglich in den Blüten finde ich ab und an ein Exemplar.

Nachdem ich anfangs versucht habe, die Biester händisch aufzulesen, stellte ich schnell fest, dass diese Sisyphus-Arbeit nicht wirklich erfolgsversprechend ist. Zumal die Schleimer nachtaktiv sind. Also fing ich an zu recherchieren was man noch tun kann. Hier also meine 5 besten, ökologischen Tips, wie man gefräßige Nacktschnecken im Gemüsegarten vertreiben kann.

  1. Eierschalen/Kalk/Gesteinsmehl: Schnecken kriechen nicht über Eierschalen bzw. Kalk. Deshalb ist es hilfreich stark gefähredet Pflanzen mit einem Ring aus Eierschalen zu umgeben. Nachteil: bei starkem Regen verteilen sich die Schalen und geben wieder Angriffswege für die Plagegeister frei. Das gleiche funktioniert auch mit Gesteinsmehl.
  2. Bierfallen: Wie schon meine Oma wusste, stehen Schnecken auf Bier. Dazu einen Plastikbecher in die Erde graben, zur Hälfte mit Bier füllen und abwarten. Am nächsten Morgen sollten einige Expemplare in die Falle getappt sein. In vielen Foren wird von Bierfallen abgeraten, da sie noch mehr Schnecken aus dem Umland anziehen. Auf einer Dachterrasse sollte diese Gefahr jedoch nicht bestehen.
  3. Holzspäne: Die Beete mit Holzspänen abdecken – da Schnecken nicht gern über die scharfen Kanten  kriechen. Nun ja… ich habe in der Drogerie Kleintierstreu gekauft, weil ich davon ausging das sei nichts anderes, als Holzspäne. Geholfen hat es allerdings gar nicht. Die Schnecken kriechen froh und munter darüber her, als wäre nichts gewesen. Vielleicht klapp es mit richtigen Holzspänen besser.
  4. Kupferband: Auch über Kupfer kriechen Schnecken nicht gern. Deshalb kann man Kübel mit einem Kupferband (gibt es auch als Klebeband) umwickeln und so die darin lebenden Pflanzen vor den Fraßfeinden schützen. Bringt nur alles nix, wenn die Schnecken bereits im Kübel sind… :-\
  5. Tigerschnegel: Eine räuberische Nacktschneckenart die andere Nacktstecken jagd und deren Eier frisst. Diese Nützlinge gibt es auch im Internet zu kaufen. Das wird mein nächster Versuch.Nacktschnecke
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